Susanne Deuerling

Bürgermeister Michael Pöhnlein (FW) gab bei der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderates bekannt, dass das Polytec-Areal an eine Firma aus der Bäckereibranche aus Baden-Württemberg verkauft wurde. Seit 2018 war die Gemeinde bemüht, Firmen dort anzusiedeln, jedoch sind hier Deals geplatzt. Ab 2019 hat sich ein Makler darum gekümmert. Nun hofft die Gemeinde, dass sich aus dem Verkauf etwas Gutes entwickelt.

Außerdem dankte Pöhnlein dem Winterdienst, der in Nordhalben sowohl von der ausführenden Firma als auch vom Bauhof gut geleistet werde.

Einstimmig wurde ein Grundsatzbeschluss auf den Weg gebracht, der den Breitbandausbau fortführen soll. Für Bernd Daum (FW) und Michael Wunder ( CSU ) war es selbstverständlich, dass gerade im ländlichen Raum der digitale Ausbau ein Muss ist. Es soll auf jeden Fall der Weg des Glasfaserausbaus weitergegangen werden, hieß es in der Sitzung des Gemeinderates.

In Kronach soll ein zentraler Verkehrsübungsplatz für alle Schulen des Landkreises entstehen. Die bisher geplanten Baukosten von 600 000 Euro werden nun schon auf fast eine Million Euro veranschlagt, und es wurde bisher noch nichts verwirklicht.

Die Kosten werden auf die einzelnen Gemeinden umgelegt, und zwar nach der Einwohnerzahl. Für Nordhalben beträgt der Anteil momentan 23 000 Euro. Insgesamt steht Nordhalben diesem Projekt zwar positiv gegenüber, aber die Kostensteigerung bereitet den Gemeinderäten Kummer.

Bernd Daum (FW) begrüßt das Vorhaben, denn bisher gab es nur Notlösungen. Die Kinder sollten doch unter möglichst realen Bedingungen die Verkehrssicherheit erlernen, wie er meinte. Vielleicht bestehe ja die Möglichkeit, die Kosten für die Gemeinde zu deckeln. Außerdem sollte geprüft werden, ob die Planungen wirklich so aufwendig sein müssen.

Geschäftsleiterin Steffi Birke sagte, dass man beim Planer nachfragen beziehungsweise ihn in die Sitzung einladen könne, um Fragen zu beantworten. Es wurde nach kurzer Diskussion mit drei Gegenstimmen beschlossen, einen Fragenkatalog an den Planer einzureichen und die Abstimmung auf die nächste Sitzung zu vertagen.

Im Zuge des Tagesordnungspunktes Jahresrechnung wurde auch über die Wasserversorgung und die Abwasserentsorgung gesprochen. Aufgrund des Klimawandels mit seinen Starkregen- und Dürrephasen sei ein anderes Regenwassermanagement nötig, hieß es. Regenwasser in der Fläche halten, statt im Kanal ableiten, sollte die Maßgabe sein.

Bei der Wasserversorgung besteht ein erheblicher Sanierungsbedarf, der sich in den letzten Jahrzehnten aufgestaut hat. Ohne staatliche Hilfen ist hier Abhilfe nur Schritt für Schritt möglich. Was den Quellenstreit betrifft, so sei es gerade in Zeiten der Trockenheit ärgerlich, dass es viele Versäumnisse gab, hieß es.