Deutliche Kritik an der Gemeinde Weißenbrunn gab es in der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Thonberg . Vorsitzender Gerhard Popp erwähnte zum Abschluss seines Jahresberichts, dass seitens der Gemeinde in der vergangenen Jahreshauptversammlung noch der dringend erforderliche Neubau des Feuerwehrhauses in Aussicht gestellt worden sei, die Feuerwehr Thonberg aber kurze Zeit später erneut vertröstet worden sei, da es Finanzierungsprobleme geben würde.

Die Feuerwehr Thonberg sei der Gemeinde nie auf der Tasche gelegen, betonte Popp, habe viele Anschaffungen über Sponsoren oder aus der Vereinskasse finanziert. Das vorhandene Feuerwehrhaus besitze keine Heizung, die Unterbringung der Fahrzeuge im oberen Dorf sei aus feuerwehrtechnischer Sicht mehr als fragwürdig. Sicherheitstechnisch sei das Feuerwehrhaus der FFW Thonberg nicht mehr tragbar. Eine Zumutung für die aktive Mannschaft sei auch die Tatsache, dass ein Toilettenbesuch während der Wintermonate nicht möglich ist, da wegen der fehlenden Heizung das Wasser abgestellt werden müsse.

Aufgrund der erläuterten Gegebenheiten ist es aus Sicht von Popp auch kein Wunder, dass kein Feuerwehrnachwuchs mehr in die Wehr zu bekommen ist, denn man könne nichts bieten.

Ins gleiche Horn stieß auch Kreisbrandinspektor Markus Reischl. Er wies darauf hin, dass es die Pflichtaufgabe der Gemeinde ist, den Brandschutz sicherzustellen. Die Feuerwehr Thonberg sei die zweitgrößte Wehr in der Gemeinde Weißenbrunn , die zudem auch noch Atemschutzgeräteträger stellt. Wenn es nach den Unfallverhütungsvorschriften des Feuerwehrverbands gehen würde, der schon seit Jahren das Feuerwehrhaus als nicht mehr zulässig ankreidet, müsste die FFW Thonberg abgemeldet werden. Es sei nicht duldbar, die Wehr weiter hinzuhalten.

Der langjährige Kommandant Ulrich Oßmann fragte, ob der Bürgermeister wüsste, dass er haftet, wenn etwas passieren sollte. So sei ein Feuerwehrdienst über kurz oder lang nicht mehr möglich und deshalb sollte, wenn nichts vonseiten der Gemeinde passiert, die Feuerwehr Thonberg endgültig ihr Amt niederlegen.

Dritte Bürgermeisterin Ruth Tölg wies darauf hin, dass die Gemeinde finanziell nicht aus dem Vollen schöpfen könne, allerdings der Bürgermeister immer ein offenes Ohr für Anliegen wie Ausrüstung oder sonstigen Bedarf habe. red