Die Feuerwehr - sie ist auch in der Zeit der Pandemie immer im Einsatz, das zeigte die Einsatzstatistik für 2020 der Feuerwehr Steinwiesen . Trotz Einschränkungen wurden einige Projekte im und am Feuerwehrgerätehaus verwirklicht, so Kommandantin Kerstin May in ihrem Jahresbericht. So erhielt die Fahrzeughalle einen neuen Anstrich, die Hallenbeleuchtung wurde modernisiert und bereichert mit der "Blue light fire station" die Abendansicht des Ortes. Die neue Eingangstür vervollständigt die Leistungen, die finanziell komplett vom Feuerwehrverein getragen wurden. Die Ausschreibung und Beschaffung für das neue Hilfeleistungsfahrzeug HLF 20 ging über die Bühne und eine Fertigstellung und Auslieferung ist für September 2021 zu erwarten.

Obwohl der Dienstplan wegen Corona nicht wie geplant ausgeführt werden konnte, wurde doch in 17 Übungen insgesamt 535 Stunden in die Aus- und Fortbildung investiert. Die Übungen mussten mit speziellen Auflagen und Hygienekonzepten durchgeführt werden, es wurde deshalb ein "Corona-Konzept" erstellt. Per " E-Learning " sollten sich die Einsatzkräfte weiterbilden, aber das kann keine reale Übung ersetzen und machte sich bereits im Einsatzdienst bemerkbar. Für 2021 sucht man deshalb nach Möglichkeiten, trotz der strengen Auflagen zu üben.

Talsperren-Einsatz kostete Kraft

In der Einsatzstatistik sind 57 Einsätze mit insgesamt 1082 Stunden protokolliert. Einige davon werden den Aktiven sicher immer in Erinnerung bleiben. So der Einsatz an der Ködeltalsperre . Was als kleiner Einsatz mit dem Schlagwort "Wasser im Keller" begann, endete für das THW in einem monatelangen kräfte- und materialzehrenden Einsatz. Ein beliebtes Ausflugsziel fiel mit dem Brand am Kiosk und Biergarten Mauthaus zum Opfer, hier konnte trotz intensivem Einsatz nichts mehr gerettet, jedoch das Übergreifen auf den benachbarten Bauernhof erfolgreich verhindert werden. Zusammen mit mehreren Feuerwehren musste auch der Brand auf dem Kompostplatz in Birnbaum gelöscht werden. Das Sturmtief Sabine bescherte den Freiwilligen eine unruhige Nacht mit zahlreichen versperrten Straßen. Diverse Kleinbrände und technische Hilfeleistungen rundeten das Einsatzgeschehen ab. Als kleiner "Hotspot" wird die Leitschsiedlung gesehen, wo man etliche kleinere Brandeinsätze hatte.

Es stand bereits am Jahresanfang der Gedanke im Raum, über eine Handy-App eine Zusatzalarmierung einzuführen. In der ersten Testphase wurde deshalb eine manuelle Zusatzalarmierung über Divera 24/7 pilotiert. Inzwischen wird die Alarmierung durch die ILS Coburg zuverlässig zu der normalen Alarmierung ausgelöst. Der Vorteil ist der, dass man die Informationen zum Einsatz und alle verfügbaren Helfer einsehen kann. Divera 24/7 war komplett kostenlos. Ende 2020 wurde durch den Landkreis Kronach die Alarmsoftware "Alamos" für alle Feuerwehren des Landkreises angeschafft, sodass nun auch die Helfer der FF Steinwiesen zuverlässig über die neue Handy-App alarmiert werden können. In diesem Jahr soll noch ein großer Alarmmonitor in der Fahrzeughalle in Betrieb genommen werden, auf dem ebenfalls alle relevanten Informationen zu den jeweiligen Einsätzen ersichtlich sind.

Den Mitgliederstand bezifferte Kerstin May in ihrem Jahresbericht mit 54 Aktiven, davon sechs Feuerwehranwärter, 55 Passive, fünf Fördermitglieder und ein Ehrenmitglied. Erfreulich ist, dass sich wieder vier Jugendliche für die Jugendfeuerwehr gefunden haben. Die 2020 ausgefallene Mitgliederwerbeaktion soll 2021 nachgeholt werden, deshalb bittet Kerstin May darum, vor allem im Freundeskreis der Aktiven und Vereinsmitglieder möglichst viel Werbung für die Feuerwehr und ihre Arbeit zu machen.

Kommandantin Kerstin May betonte in ihrem Jahresbericht, dass das Jahr 2020 für alle eine große Bewährungsprobe war. Oberstes Gebot war Abstand halten und soziale Kontakte reduzieren. Leider habe das nicht jeder eingesehen. Aufgrund ihrer Arbeit in der ILS Coburg weiß May, dass Corona nach wie vor gefährlich ist. Es sei keine harmlose Grippe, sondern ende gerade für ältere Menschen oftmals mit dem Tod. Viele Erkrankte litten an den Spätfolgen. Deshalb appelliert sie an alle, sich an die Regeln zu halten. Dem Führungsteam der Feuerwehr Steinwiesen sei es ein besonderes Anliegen, bei allen Einsätzen und Übungen konsequent auf die Abstands- und Hygieneregeln zu achten. "Es kann unter Umständen Leben retten - und zwar das Leben unserer Angehörigen." sd