Die Geschäftsführung der Gampert-Bräu, Gebr. Gampert GmbH u. Co KG, hat sich mit dem Betriebsrat und der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten über die künftigen tariflichen Regelungen der Zusammenarbeit im Unternehmen geeinigt. Danach werden die Tarifverträge für das bayerische Braugewerbe in der aktuell geltenden Fassung fortgeführt.

Der entsprechende Abschluss für das Tarifjahr 2021/2022 wird für die Gampert-Bräu allerdings ausgesetzt. Im März 2022 soll es verpflichtende Gespräche darüber geben, inwieweit Regelungen des Flächen-Entgelttarifvertrages im bayerischen Braugewerbe für das Jahr 2022 übernommen werden können.

„Damit haben wir gemeinsam für unser Unternehmen eine gute Lösung in Zeiten der Pandemie finden können“, betont die Geschäftsführerin der Gampert-Bräu, Anette Höfner. „Dieser individuelle tarifliche Weg stärkt einerseits unser Unternehmen und gibt andererseits unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die nötige Sicherheit und Perspektive.“

Um die Zukunftspotenziale des Unternehmens zu stärken, sei es einerseits nötig, die Kosten im Griff zu behalten und andererseits die richtigen Projekte zu forcieren, so Höfner weiter. „Deshalb investiert die Gampert-Bräu kontinuierlich in neue Maschinen und Anlagen.“

Nach einer neuen Kältemaschine, der Wasseraufbereitung und den Drucktanks in den vergangenen Jahren habe das Unternehmen Lagertanks und eine neue Abfüllanlage installiert. Geplant sei außerdem eine neue Sudhaus-Steuerung. „Das unterstreicht die hohe Qualität unserer Biere , führt zu weniger Produktionsausfällen und erleichtert die Arbeit für unsere Mitarbeiter “, betont Höfner.

Seit einem Jahr wird bei Gampert außerdem deutlich mehr als früher in das Marketing, sprich in den Markenauftritt und die konkrete Produktwerbung investiert. „Im Mittelpunkt steht hier unsere Biersorte Förster Hell. Wir sind darüber hinaus dabei, alle Werbemittel zu überarbeiten, unsere Etiketten aufzufrischen und eine neue Website zu erstellen. Zudem machen wir verstärkt in den sozialen Medien auf uns aufmerksam“, beschreibt Höfner die Eckpunkte der intensivierten Kommunikation mit den Kunden .

In Zukunft wird es bei der Gampert-Bräu auch neue Biersorten geben: im kommenden Quartal einen unfiltrierten Kellertrunk und für ein alkoholfreies Bier läuft die Produktentwicklung. Außerdem ist der Aufbau eines Webshops für Endkunden geplant.

Die Weißenbrunner Gampert-Bräu ist eine der wenigen echten oberfränkischen Privatbrauereien, die sich seit über 500 Jahren auf dem Markt behaupten. Die Brauerei ist seit ihrer Gründung familiengeführt und seit gut 400 Jahren im Besitz der Familie Gampert. „Wir sind dieser großen Tradition verpflichtet“, betont Geschäftsführer und Diplom-Braumeister Christian Höfner. „Unser Unternehmen gehört mit etwa 70 000 Hektolitern Jahresproduktion zu den größeren Brauereien der Region.“ red