Die Gemeinde Wilhelmsthal hat drei Bürger mit dem Ehrenamtspreis ausgezeichnet. Bürgermeisterin Susanne Grebner (SPD) zeichnete in der Gemeinderatssitzung am Donnerstag Herbert Böhm aus Gifting , Edgar Renk aus Hesselbach und Georg Ebert aus Steinberg mit Urkunde, Nadel und Ehrenmedaille aus.

Die Gemeinde wäre ohne bürgerliches Engagement um einiges ärmer, sagte Grebner bei der Verleihung im Rathaussaal. Alle drei hätten sich in unterschiedlichen Funktionen speziell für ihre Ortsteile eingesetzt. Vorgeschlagen wurden die ausgezeichneten Bürger von den Bürgern .

Die Ehrung kann nur eine kleine Anerkennung für die großartigen Leistungen sein. So war Edgar Renk zwölf Jahre im Gemeinderat tätig, er führt seit 37 Jahren die Soldatenkameradschaft. Er ist einer der Gründungsväter der Dorfgemeinschaft Hesselbach, bei der er 25 Jahre an der Spitze stand. Renk war viele Jahre Kirchenrat und kümmert sich um das Kriegerdenkmal und die Friedhofsverwaltung.

Als „Holzwurm“ ist Georg Ebert aus Steinberg bekannt. Überall, wo es gilt, mit diesem Werkstoff etwas zu machen, ist Ebert dabei, sagte die Bürgermeisterin. Er habe nie Nein gesagt, wenn Bürger auf ihn zugekommen sind, so ist er auch ein aktiver Helfer der Theatergruppe. Das Ehrenmitglied des Obst- und Gartenbauvereins hat die Vereinshütten mitgestaltet, er war aktiver Sänger und Musiker und Mitglied der Feuerwehr. Stark gefragt sind überall seine selbst gefertigten Sitzgruppen aus Holz.

„Bürgermeister“ in Gifting

Herbert Böhm ist der „Bürgermeister“ in Gifting und nimmt vieles in die Hand. Über Jahre war er Kommandant und anschließend Vorsitzender der Feuerwehr, Kirchenpfleger, Kassier im Sportverein und Wahlhelfer.

In der Gemeinderatssitzung ging es aber auch um die aus den 80er Jahren stammende Friedhofssatzung. Sie wurde von der Verwaltung neu gefasst und jetzt vom Gemeinderat einstimmig verabschiedet. Neu erlassen wurde auch die Friedhofsgebührensatzung. Sie sieht im Wesentlichen eine Anpassung der Preise vor, neu hinzugekommene Leistungen wurden aufgenommen. Die Bürgermeisterin meinte, man liege jetzt im mittleren Segment im Landkreis, die Satzung tritt am 1. Oktober in Kraft.

Die Hesselbacher Straße in Wilhelmsthal wird im Zuge der Straßenbaumaßnahme mit Glasfaserleerrohren ausgerüstet. Knapp 200.000 Euro lässt sich die Gemeinde die Zufahrt zur Turnhalle kosten. Der damit verbundene Abbruch des alten Pumpenhäuschens ist teurer als vorgesehen und muss ausgeschrieben werden.