Dieser Tage konnte die Feuerwehr Tettau ihre kürzlich erhaltenen Sachspenden (einen Hubwagen sowie zehn Gitterboxen) offiziell in Dienst stellen. Das teilte die FFW mit.

Seit dem Jahr 2015 steht in Tettau ein Gerätewagen „Dekon-P.“, der vom Bund zur Verfügung gestellt wurde. Dieses Fahrzeug kommt bei Gefahrgutlagen zum Einsatz und dient vorrangig der Dekontamination von Personen. Hierbei handelt es sich um einen Lastwagen mit Planenaufbau und Ladebordwand, auf dem sich Rollcontainer befinden. Da sich die Bestimmungen zum Thema Einsatzstellenhygiene und Kontaminationsverschleppung nach Brandeinsätzen in den letzten Jahren stark verändert haben und zusätzlich die Feuerwehr über Einsatzgeräte verfügt, die aktuell auf keinem Fahrzeug sicher transportiert werden konnten, machten sich die Führungskräfte aus Tettau bereits 2019 Gedanken über Möglichkeiten, diesen Laster als Transportfahrzeug nutzen zu können. Nachdem die Truppe „grünes Licht“ von Behördenseite bekommen hatte, konnte sie 2020 mit der konkreten Planung beginnen. Nach reiflicher Überlegung entschied man sich gegen weitere Rollcontainer und stattdessen für Industriegitterboxen, weil diese flexibel einsetz- und beladbar sind. Das Fahrzeug wurde im Inneren so umgebaut, dass sich die Einsatzkräfte (etwa nach einem Brandeinsatz unter Atemschutz ) sicher und trocken auf der Ladefläche umziehen können. Die kontaminierten Geräte samt der Schutzkleidung kommen in diese Gitterboxen und werden zur Reinigung gebracht; gleichzeitig können sich die Einsatzkräfte mit neuer Schutzkleidung (die wird ständig im Fahrzeug mitgeführt) wieder ausrüsten.

Weiterhin werden die Gitterboxen etwa zum Hochwasserschutz mit Sandsäcken gefüllt, mit Material für Ölschadenseinsätze bestückt oder vorhandene Geräte darin sicher verladen. PB