Zur Eröffnung der Ausstellung „Cranach-Welten“ in Kronach:Als ich mich kürzlich im Rahmen eines Verwandtenbesuches in Kronach aufhielt, wurde ich...
Zur Eröffnung der Ausstellung „Cranach-Welten“ in Kronach :
Als ich mich kürzlich im Rahmen eines Verwandtenbesuches in Kronach aufhielt, wurde ich eingeladen, die Cranach-Welten zu besuchen.
Die Fränkische Galerie auf der Festung Rosenberg, die ich mit den Cranach-Welten in Verbindung brachte, war allerdings nicht das Ziel. Vielmehr waren es die renovierten Räumlichkeiten eines früheren Jeans-Shops in der Oberen Stadt.
Dort vermittelte mir der ehemalige Bürgermeister der Stadt Kronach , Manfred Raum, der offenbar in seinem Ruhestand ein erfüllendes Hobby gefunden hat, vom Renaissancemaler Lucas Cranach d. Ä. ein ebenso unerwartetes wie ausgesprochen eindrucksvolles Bild vom großen Sohn der Stadt.
Vorgestellt wurden nicht dessen originale Kunstwerke, sondern deren Popularisierung und Vermarktung in Geschichte und Gegenwart. Cranach, sein Porträt, sein Namenskürzel, seine Werke und die Schlange als seine Signatur sind in variantenreicher Präsentation auf unzähligen Objekten zu besichtigen, seien es Briefmarken, Fernsehapparate, Geldscheine, Bierflaschen oder Sofakissen.
Die gesammelten Zeugnisse aus verschiedenen Zeiten, Ländern und politischen Systemen vermitteln anschaulich und sehr eindrücklich die nahezu weltumspannende und anhaltende Wirkmächtigkeit von Cranach bis in das Alltagsleben hinein.
Diese einzigartige Sammlung ist nicht das Ergebnis von professionell agierenden Kunsthistorikern oder eines Kunstmäzens, sondern die bewundernswerte Leistung von ehrenamtlich tätigen Bürgern im Verein „1000 Jahre Kronach e.V.“ mit ihrem Vorsitzenden Manfred Raum.