Um über die wichtigsten Themen der Zukunft zu diskutieren, traf sich der Himmelkroner Gemeinderat zu einer zweitägigen Klausurtagung im "Fichtelgebirgshof". Mit im Boot war Christa Binder von der Unternehmensentwicklung Gold aus Bayreuth, die die Moderation übernahm.

Auf Antrag von Frank Günther stellte Bürgermeister Gerhard Schneider in der darauffolgenden Sitzung des Gemeinderats auch die in den Workshops festgelegte Priorisierung der ausgewählten Projekte bekannt. Mit einer Ausnahme, der nach wie vor umstrittenen Erschließung des Gewerbegebiets Himmelkron-Nord, herrschte bei der Klausur große Einmütigkeit. "Ich habe große Hoffnungen, dass die Ergebnisse auch gemeinsam umgesetzt werden, weil es in den zwei Tagen ein sehr harmonisches Arbeiten war. Wir haben viele Gemeinsamkeiten gefunden und sind auch bei kritischen Themen offen miteinander umgegangen. So stelle ich mir eine Zusammenarbeit vor", billanzierte Schneider.

Ein Schritt nach vorne

Der Bürgermeister sprach von einem Schritt nach vorne: "Man hat gemerkt, dass wir all im Team Himmelkron spielen und miteinander die Gemeindeentwicklung koordinieren müssen." Er habe sich sehr gefreut, dass alle Gremiumsmitglieder sowie Verwaltungsleiter Robert Gerstner und Bauamtsleiter Max Müller teilnahmen. Diskutiert wurde bei dem Treffen unter anderem die Frage, wie in Himmelkron Entscheidungen zustandekommen. Dabei gehe es um das Prüfen von Daten und Fakten, um den Blick auf das große Ganze oder das Fertigen einer Pro- und Kontra-Liste. Nicht selten verlasse sich ein Gemeinderat auch auf das Bauchgefühl.

Zentraler Punkt waren die Handlungsfelder, die für eine Steigerung der Lebensqualität sorgen sollen. Da ging es auch um Stärken und Schwächen in den Bereichen "Öffentliches Leben" , "Jung & Alt", "Erziehung, Bildung, Schule", "Ortsgestaltung, öffentlicher Raum", "Wohnen und Infrastruktur" sowie "Wirtschaft".

Ein weiterer Schwerpunkt lag in der Zusammenarbeit des Gemeinderats. Hier wurde aufgezeigt, dass eine gute Gesprächskultur gepflegt und mehr Verständnis für die Interessen und Meinungen anderer aufgebracht werden sollte.

Abschließend musste jeder Teilnehmer eine persönliche Priorisierung der erarbeiteten Projekte treffen (siehe Kasten "Die Prioritätenliste"). Klare Übereinstimmung herrschte beim Kreisverkehrsplatz an der Bundesstraße 303. Gerhard Schneider: " Der Kreisel steht an oberster Stelle, weil er zur Steigerung der Verkehrssicherheit beiträgt und eine Lösung der dortigen Verkehrsprobleme darstellt."