Kämpferisch gibt sich die SPD mit Landratskandidatin Martina Stamm-Fibich vor den Genossen in Herzogenaurach.
Herzogenaurach — Beim Neujahrsempfang mit Musik und Weißwürsten im vollbesetzten Bistro Kreisl rief die Gastrednerin und Bundestagsabgeordnete Martina Stamm-Fibich in einer kämpferischen Rede dazu auf, wieder Stolz auf ihre Zugehörigkeit zur SPD zu empfinden. Schließlich stehe Deutschland vor großen Herausforderungen und keinesfalls dürfe das Feld den Populisten überlassen werden. Vor einer Herausforderung stünden aber auch die Sozialdemokraten.
"Bei Umfragen von 12,5 Prozent muss man schon schlucken", erklärte die Rednerin. Dabei werde sie immer wieder von Leuten angesprochen, die ihr erklären: "Euch brauchst doch!"
In ihrer Rede streifte die Abgeordnete die aktuellen Themen und erinnerte auch an das letzte Jahrtausend. Wer hätte vor zehn Jahren gedacht, dass es einen Brexit gibt und wer hätte gedacht, dass USA einen Präsidenten bekommt, wie ihn das Land jetzt hat!"
Nach ihrer Auffassung muss sich Deutschland nicht vor der Komplexität der Welt verstecken. Um den Zusammenhalt zu stärken und Brücken zu bauen brauche es die SPD nach wie vor - und zwar dringender denn je.
Natürlich spielte auch der Klimaschutz eine Rolle und Stamm-Fibich zeigte sich erfreut darüber, dass sich wieder junge Leute mit Politik beschäftigen.
"Aber wenn die Klimaaktivistin Greta Thunberg einen Systemwechsel fordert, gibt mir das schon zu denken", erklärte die Abgeordnete unter Beifall. Schließlich sei Deutschland das einzige Land, das aus Atom und Kohle aussteige und deshalb sei es Aufgabe der Regierung, das Land mit Strom zu erzeugen. Es sei fatal, wenn zum Beispiel bei Schaeffler das Licht ausgehe, deswegen brauche es auch dringend die Stromtrassen. Deshalb sei es auch Aufgabe der Kommunalpolitik, sich bei Protesten einzuschalten und auch Gegner zu überzeugen, dass die Energie für Wohlstand und Wachstum unabdingbar sei.
In diesem Zusammenhang verurteilte Stamm-Fibich aufs Schärfste die Angriffe auf Bürgermeister, Stadt- und Gemeinderäte, die ihr Ehrenamt ernst nehmen und ihre Entscheidungen zum Wohle der Bevölkerung treffen. Es dürfe nicht sein, dass Leute politische Ämter ablehnen oder nicht annehmen, weil sie um sich oder ihre Familien Angst haben müssen, so Stamm-Fibich. Für diese Aussage gab es besonders starken Beifall.