Der VdK-Ortsverband Ebersdorf-Frohnlach ist Anlaufstelle für Hilfesuchende und betreibt erfolgreich die Kleiderkammer. Darüber hinaus erfreuen sich seine Veranstaltungen großer Beliebtheit und wirken der Vereinsamung entgegen. Bei der Weihnachtsfeier in der Kultur- und Sporthalle erhielten die Ehrenamtlichen für ihre umfangreichen Tätigkeiten viel Lob und Anerkennung.

"Unser Ortsverband hatte Anfang des Jahres 488 Mitglieder. Heute sind es 510. Welcher Verein oder Verband im Ort hat in einem Jahr eine solche Mitgliedersteigerung?", führte Vorsitzender Fredi Schmidt aus. Er nutzte die Feier, um auf die Betreuungs- und Pflegeleistungen näher einzugehen. Konkrete Fragen können während der Außensprechtage geklärt werden. Diese sind immer an jedem zweiten Dienstag im Monat von 8 bis 12 Uhr im Rathaus. Ein hoher Betrag kam bei der Haussammlung "Helft Wunden heilen" zusammen.

Das Programm bereicherten Bojana Blohmann und Vera Schamberger mit Weihnachtsliedern. Außerdem umrahmte Steffen Wöhner die Veranstaltung musikalisch, während vom Coburger Mohr die fünfte Jahreszeit mit einem Funken-Tanz auf die Bühne gebracht wurde. Weihnachtsgeschichten steuerten Ulla Heyer und SPD-Landratskandidat Martin Stingl bei. Wie CSU-Landratskandidat Sebastian Straubel lobte Stingl die Aktivitäten des Ortsverbandes und zeigte auf, dass vieles im Landkreis im Bereich "Soziales" umgesetzt wurde, was es weiter zu pflegen und auszubauen gelte.

Spende ein "Wahnsinn"

Tief beeindruckt von den Aktivitäten in der Kleiderkammer zeigte sich Dritter Bürgermeister Jürgen Heymann. Er bezeichnete die Spende, die er für die Gemeinde in Empfang nahm, als "Wahnsinn": Aus der Kleiderkammer-Arbeit übergab der VdK-Ortsverbandsvorsitzende an die Gemeinde für das Projekt "C.H.A.R.L.I.E" und für Zuwendungen, die an bedürftige Mitbürger in Form von Sachgegenständen gehen, 4500 Euro. Vor einigen Wochen wurden weitere 1000 Euro an die Gemeinde für Mitfahrbänke übergeben. Dieser Gesamtbetrag ist der bisher höchste, den der VdK-Ortsverband seit Öffnung der Kleiderkammer im Jahr 2014 übergab. Weitere 2000 Euro gehen aus dem Erlös der Kleiderkammer an den Ortsverband selbst für die Mitgliederbetreuung.

"Dringend werden Bettwäsche, Handtücher, Decken, Kochtöpfe, Regale und Betten mit Lattenrost und Matratze sowie Fahrräder benötigt", führte Fredi Schmidt aus. In der Kleiderkammer, die witterungsbedingt bis voraussichtlich März geschlossen ist, werden Haushaltswaren, Spielzeug sowie Kleidung für Damen, Herren und den Nachwuchs angeboten.

Erfreulich ist, dass die Arbeit des Kleiderkammer-Teams in der Bevölkerung anerkannt wird. Das Einzugsgebiet erstreckt sich über die Gemeindegrenzen hinaus und hat Strahlkraft. In unzähligen Stunden bringt sich das 16-köpfige Team ein, nimmt Waren an, sortiert und prüft diese, bevor sie in den Verkauf gelangen. "Wir haben sogar eine Modeberaterin, die äußerst gefragt ist, und einen Elektriker, der beispielsweise Lampen auf ihre Funktionsfähigkeit hin überprüft", erklärt der Vorsitzende. Im Team arbeiten Fredi, Regina und Thorsten Schmidt, Margit Beck, Werner und Hiltrud Reich, Roswitha Büchner, Roswitha Schramm, Annemarie Hetz, Gerda Bischoff, Herma Hagen, Wolfgang Büchner, Rita Griebel, Margarethe Trampusch, Martina Krey und Siegfried Beck mit.

Treueabzeichen und Präsente erhielten für langjährige Treue Uwe Engelhardt, Herbert Oester, Vinzenz Wirt, Claudia Grün, Philip Bogdan, Hannelore Wittmann, Rita Jonik, Waldemar Roor, Walter Ziegler (alle zehn Jahre dabei), Werner Reich, Hiltrud Reich, Johanna Schnell, Betti Spichal (25 Jahre) sowie für 30 Jahre Heinz Scheler und Walter Pechtold. Alexandra Kemnitzer