Die Abschlussklasse der Tourismusschule Franken beendete ihre dreijährige Ausbildung und blickte corona-bedingt im kleineren Rahmen auf ein außergewöhnliches Schuljahr zurück.

"In dieser Welt brauchen wir Menschen mit Herz und Mut. Menschen, die Feuer entfachen können. Ihr seid nun diese Menschen", beglückwünschte der Klassenleiter Michael Koch-Elefant seine nunmehr staatlich geprüften Assistentinnen und Assistenten für Hotel- und Tourismusmanagement. Egal ob Reisebüro, Gastronomie und Hotel, Eventmanagement oder gar ein weiterführendes Studium an der Fachhochschule - die möglichen Tätigkeitsbereiche für die Absolventen der Tourismusschule sind vielfältig. Und doch ist es der aktuellen Corona-Krise geschuldet, dass attraktive Jobangebote in der Branche zurzeit nicht selbstverständlich sind. Die jungen Leute lassen sich dennoch nicht entmutigen.

"Ich werde ab Oktober ein duales Studium Marketing Management in Nürnberg beginnen und in einer Tourist-Information im Marketingbereich arbeiten", erzählte die Absolventin Franziska Sell. "Die allgemeine Lage schätze ich so ein, dass es auch für alle anderen in der Branche wieder bergauf geht und man wieder viele Jobs brauchen wird. Stay positive", meinte sie. Auch die Betreuerin der Tourismusschule, Studienrätin Anja König, zeigte sich zuversichtlich und bat die Schüler, sie weiterhin so stolz zu machen wie bisher, egal, wohin sie der Weg auch treibe.

Trotz corona-bedingter Teilklassenbeschulung und Online-Learning gelangen den Absolventen herausragende Ergebnisse - nicht nur im Zeugnis der Berufsausbildung, sondern auch im zusätzlich abgelegten Fachabitur. Mit einem Schnitt von 1,0 ehrte der stellvertretende Schulleiter, Oberstudienrat Tobias Ernst, die Klassenbeste Tanja Fiedler, die außerdem mit einer Urkunde und einem Buchpreis des Landkreises ausgezeichnet wurde. Von den übrigen 14 Absolventen erreichten acht einen Notendurchschnitt von 1,8 und besser.

Abschließend wurden die beiden Klassensprecher mit den Maskottchen der Tourismusschule, den zwei kleinen grünen Drachen, vertraut gemacht. Diese sollen traditionsgemäß ein Jahr lang die beiden auf all ihren Wegen begleiten und auf ihren Reisen oder an Arbeitsorten abfotografiert werden, so dass sie am Ende des nächsten Schuljahres zurückgebracht werden. Laut Anja König bleibe somit der Kontakt zwischen Lehrern und Schüler bestehen. hs