Zweite Fragerunde in Sachen Mittagsbetreuung der Stefter Kinder

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Eines der Klärbecken der Michelfelder Kläranlage, die aufgelassen wird - das Abwasser wird dann in Kitzingen gereinigt.
Robert Haass

Nur 14 von 74 angeschriebenen Eltern haben eine Umfrage bezüglich der Mittagsbetreuung in der Grundschule beantwortet - das sind gerade mal 19 ...

Nur 14 von 74 angeschriebenen Eltern haben eine Umfrage bezüglich der Mittagsbetreuung in der Grundschule beantwortet - das sind gerade mal 19 Prozent. Das gab Bürgermeister Thomas Reichert in der Ratssitzung bekannt. Dafür würde sich eine Mittagsbetreuung in Marktsteft allerdings nicht rentieren - die Schüler müssten dann nach Marktbreit fahren. Nun soll aber zusammen mit dem Landratsamt eine zweite Fragerunde durchgeführt werden.

Hauptpunkt der Sitzung waren allerdings weitere Informationen des Planungsbüros Baurconsult zur Auflassung der Michelfelder Kläranlage. Wie berichtet, hatte der Stadtrat schon vor einiger Zeit beschlossen, die Teichkläranlage für den Stadtteil Michelfeld aufzulassen und das Abwasser über das Ortsnetz von Marktsteft in die Kläranlage Kitzingen zu leiten. Gründe für die Auflassung waren unter anderem die immer höheren Anforderungen an die Reinigungsleistung, die solch kleine Anlagen nur schwer noch erfüllen können. Zum anderen ist es der Vorfluter, der im Sommer oft nur wenig Wasser führt.

Nach derzeitigem Stand sollte die Maßnahme aus Zuschussgründen geteilt werden: Zum einen - und hier soll ein Förderantrag noch bis Herbst gestellt werden - ist es der Ableitungskanal nach Marktsteft ab der Kläranlage. Hier winken bis zu 90 Prozent Zuschuss, für den der Antrag allerdings bis Jahresende befürwortet sein muss. Der benötigte Kanal soll möglichst gering dimensioniert werden und ohne Pumpen laufen.

Zahlungen sind gesunken

Das Retentionsbecken und der Stauraumkanal bei Michelfeld wird, so die derzeitige Lage, nicht ganz so hoch bezuschusst. Die konkreten Planungen dafür starten, wenn ein nötiger Grundstückskauf abgeschlossen ist. Der Rat beauftragte Baurconsult mit den weiteren Planungsarbeiten und der Ausarbeitung der Zuschussunterlagen.

Die tatsächlichen Zahlungen an die Stadt Kitzingen für die Abwasserreinigung aus Marktsteft sind in den vergangenen Jahren gesunken. Eine Anfrage aus den Reihen der Rätinnen und Räte konnte Reichert am Dienstag beantworten. Demnach mussten 2010 noch gut 190.000 Euro an Kitzingen gezahlt werden, 2022 waren es nur 142.000 Euro Den Grund hierfür sieht der Bürgermeister in regelmäßigen Kanalspülungen und einer besseren Zusammenarbeit mit der Brauerei als Großeinleiter.

Das künftig aus Michelfeld in Marktsteft ankommende Abwasser wird nur nach der Menge und nicht nach der Schmutzfracht berechnet, da die Kitzinger eine entsprechende Messsonde nicht betreuen wollen. Nach wie vor werden die Abwassergebühren von Stadt und Stadtteil getrennt berechnet. Für den zusätzlichen Anschluss von Michelfeld nach Kitzingen berechnet die Stadt einen Investitionskostenanteil von 65.000 Euro.