Die Kirche bleibt im Dorf – für Marktsteft heißt das: Die Schule bleibt in der Stadt.
Die Kirche bleibt im Dorf – für Marktsteft heißt das: Die Schule bleibt in der Stadt. In der Ratssitzung am Montagabend beschlossen Rätinnen und Räte mehrheitlich, dass auch künftig die Mittagsbetreuung für die vier Grundschulklassen in Marktsteft bleibt. Damit erteilten sie eine Anfrage des Grundschulverbands auf eine gemeinsame Hortlösung eine Absage.
Die Mitarbeiter der Verwaltungsgemeinschaft in Marktbreit sollen künftig eine neue Unterkunft bekommen. Im Gespräch ist derzeit das ehemalige Altenheim der AWO im Winterseitenweg. Dort könnte, so wurde in Marktsteft bekannt, auch die Mittagsbetreuung des Grundschulverbands untergebracht werde. Um eine gesicherte Finanzierung über Zuschüsse zu erreichen, ist es wichtig, so die stellvertretende Kämmerin Kerstin Hajok, zu wissen, wer von den Verbandsmitgliedern seine Kinder nach Marktbreit schicken wird.
Derzeit sei die Verwaltung beim Objekt ehemaliges Altenheim noch in der Planungsphase. Eh das Areal erworben wird, sollen die Zuschussmöglichkeiten geprüft werden. Dazu sei es wichtig, die möglichen Zuwendungen für die Hortplätze kalkulieren zu können.
Prinzipiell hatten sich die Stefter Räte bereits für einen Verbleib der Kinder in Marktsteft ausgesprochen, doch fehlte ein entsprechender Beschluss. Den wollte die Verwaltung für ihre Planungen nun auch haben. Wie immer, wenn es um die Schule in Marktsteft geht, war auch am Dienstag die Diskussion sehr emotional.
Klar ist, dass der derzeitige Zustand mit den beiden Hortgruppen in Marktsteft auf Dauer nicht haltbar ist – es werden auch hier größere Investitionen nötig sein. Eine Zusammenlegung des Marktstefter Hortes mit den anderen Kindern des Grundschulverbands in Marktbreit könnte einiges an Zuschüssen bringen. Ein Verbleib in den beiden Räumen im Marktstefter Schulgebäude, die eigentlich von der Schule auch zu Unterrichtszwecken gebraucht würden, ist auf Dauer sicher nicht möglich.
Also werden auch in Marktsteft Investitionen durch die Stadt nötig werden. Die Idee dahinter: Wenn der geplante Neubau des Kindergartens abgeschlossen sein wird, was wohl nicht vor 2027 sein dürfte, dann könnten im Altbau, der direkt an die Schule grenzt, entsprechende Hortplätze mit Speisesaal und den weiteren nötigen Einrichtungen gebaut werden. Ob und wie das dann bezuschusst wird, ist noch völlig offen.
Während für einen kleineren Teil der Räte die Finanzierung eigener Hortplätze auch angesichts des zuvor verabschiedeten Haushalts durchaus ein Problem darstellte, folgte die Mehrheit Bernhard Etzelmüller. Der verwies darauf, dass es für die Stadt wichtig sei, die Kinder im Ort zu halten. Und er machte klar: "Wenn wir wollen, dann schaffen wir das auch." Ähnlich, wie es mit dem Alten Hafen gelungen ist.