Die Gemeinde Sulzfeld verlor mit Wahner ein langjähriges und verdientes Ratsmitglied.
Die Damen und Herren des Sulzfelder Gemeinderats betrauern der Verlust ihres Kollegen Benno Wahner, der am 18. Mai im Alter von 71 Jahren überraschend gestorben war. Er war seit 1984 Ratsmitglied und damit einer der dienstältesten Gemeinderäte. Von 2002 bis 2018 hatte Wahner auch als Dritter Bürgermeister fungiert und in den Jahren 2014 und 2015 als Zweiter Bürgermeister.
"Er hat sich in hohem Maß ehrenamtlich für die Gemeinde und die Dorfgemeinschaft eingesetzt", würdigte Bürgermeister Matthias Dusel den Verstorbenen in der Gemeinderatssitzung. "Benno wird uns sehr fehlen", erklärte das Ortsoberhaupt und ging auf die Verdienste des Kommunalpolitikers. "Ich habe Benno als sehr gewissenhaften Mitstreiter mit einem hohen Gerechtigkeitsempfinden gekannt", hatte Matthias Dusel bei der Beisetzung gesagt, Benno Wahner habe seine Prinzipien gehabt und sich dennoch einem vernünftigen Kompromiss nie verschlossen.
Das Gremium gedachte Benno Wahner mit einer Schweigeminute und Matthias Dusel informierte, dass Elke Weigand erste Nachrückerin von der Sulzfelder Kommunalen Liste ist. Sie wird jetzt angefragt und könnte dann in der nächsten Sitzung vereidigt werden. Elke Weigand bringt mehrjährige Gemeinderats-Erfahrung mit, hat sie in der Vergangenheit doch schon zwei Perioden am Ratstisch mitgewirkt.
Sulzfeld stark vom Unwetter betroffen
Sulzfeld war vergangenes Wochenende auch stark vom Unwetter und Überschwemmungen betroffen. "Wir müssen unserer Feuerwehr danken, die haben die ganze Nacht durch gewürgt, um Schlimmeres zu verhindern", lobte das Ortsoberhaupt und auch die Nachbarschaftshilfe sei toll gewesen. Große Wassermassen seien über die Wolfsschlucht gekommen, wo ein über vier Meter hoher Damm überspült worden war. Wenigstens habe das Rückhaltessystem so weit funktioniert, dass die Wassermassen aus dem Altort herausgehalten werden konnten.
Das Gremium folgte der Empfehlung des Bürgermeisterausschusses innerhalb der Verwaltungsgemeinschaft Kitzingen, das sogenannte Erfrischungsgeld für Wahlhelferinnen und Wahlhelfer neu auf 40 Euro festzulegen.
Dem Gemeinderat lag erstmals ein Antrag auf ein Grabmal für ein Urnengrab im alten Friedhofsteil vor. Das Gremium genehmigte mit sechs zu drei Stimmen eine Stele und eine Mittelplatte aus Granit, eine Einfassung aus Granit fand allerdings keine Zustimmung. "Ich sehe Granit grundsätzlich kritisch", wandte Bärbel Faschingbauer ein und begründete damit ihre Ablehnung.
Der Rasenmäher des Bauhofs ist defekt, eine Reparatur würde 4000 Euro kosten. Davon riet eine Fachfirma aber ab. Das Gremium genehmigte jetzt die Ersatzbeschaffung einer Vorführmaschine zum Preis von 45.000 Euro