Zu dem Artikel "Es lebe die Innenstadt" vom 12. Dezember erreichte die Redaktion folgende Zuschrift:
Zu dem Artikel "Es lebe die Innenstadt" vom 12. Dezember erreichte die Redaktion folgende Zuschrift:
Es lebe die Innenstadt? Da würde ich als direkte Anwohnerin in Kitzingen gerne ein Ausrufezeichen dahinter machen! Geht aber nicht! Konsum- und Einkaufsverhalten haben sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten stark geändert. Ich finde es trotzdem nicht gut, wenn ich nun, genauso wie die Bürger der umgebenden Gemeinden, beim Einkauf von Grundnahrungsmitteln oder Drogerieartikeln nur ja nichts vergessen darf! Denn wenn es so wäre, müsste ich wieder das Auto aus der Garage holen oder zu Fuß insgesamt circa eine Stunde hin und zurück samt Einkauf einrechnen. Das ist keine Alternative in Zeiten von Energiesparen für Umwelt und Geldbeutel.
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Noch übler wird es für die Mitbürger, die kein Auto haben. Ein Glück, dass es noch Bäcker und Metzger in der Innenstadt gibt, wenn auch immer weniger. Da kann man halt nichts machen, werden manche sagen. Stimmt das wirklich? Die Idee mit einem Lebensmittelgrundversorger in der ehemaligen Commerzbank ist auf jeden Fall sehr gut. Aber bitte mit Menschen, die notfalls Auskunft geben können und weiterhelfen. In diesem Fall ist natürlich auch Solidarität unter den Bürgern gefragt: nicht nur gut finden, sondern auch dort einkaufen!
Wer nun sagt "Da macht keiner der großen Lebensmitteleinzelhändler oder Drogeriewarenhändler mit", der mag schon recht haben. Aber wie wäre es, bei Neuansiedlungen einen solchen Laden in der Innenstadt mit zu verhandeln? Ich habe gehört, so etwas sei möglich! Es kann doch nicht sein, dass bei der Zukunftsausrichtung unserer Städte nicht bedacht wird, dass kurze Wege zur Teilhabe aller, aber auch zur Ressourcenschonung nötig sind.
Auch wenn statistisch gesehen in Kitzingen mehr Quadratmeter Einkaufsfläche auf den Einwohner kommen als im Bundesdurchschnitt, so handelt es sich dabei eben nur um eine Statistik, die in keiner Weise verrät, wie praktikabel ihre Aussage in der Realität ist. Daher wäre es nach meiner Anschauung auf jeden Fall ein erster Schritt, einen innerstädtischen Lebensmittelversorger und einen Drogeriewarenanbieter nach Kitzingen zu bringen. Vielleicht schwierig, aber aller Mühen wert!
Elvira Kahnt
97318 Kitzingen