"Wenn wir gemeinsam auf die zurückliegenden Monate der Corona-Krise blicken, dann wurde darin - und wird es auch aktuell - tatsächlich viel abgesagt. Aber Wesentliches ist eben nicht abgesagt - Glaube, Hoffnung und Liebe, das Gebet." Mit diesen Worten schloss Dekan Hans-Martin Lechner seinen Bericht auf der Herbstsynode des evang.-luth. Dekanatsbezirks Bamberg - die eben auch nicht abgesagt wurde, sondern im November 2020 in digitaler Form stattfand. Erstmalig trafen sich die 65 Synodalen nicht analog. Trotzdem konnten alle festgesetzten Tagesordnungspunkte und Abstimmungen durchgeführt werden, wie es in der Pressemitteilung des Dekanats heißt.

Neben dem Haushaltsplan und der Jahresrechnung 2020 standen vor allem die Dekanatsentwicklung und bevorstehende Entwicklungen zum Landesstellenplan auf dem Programm.

Im "Bericht des Dekans" ließ Hans-Martin Lechner das Jahr noch einmal Revue passieren: "Sehr viel war angesagt in den ersten Monaten des Jahres 2020, ganz zu schweigen von dem vielen Weiteren, das in dieser Zeit in den Kirchengemeinden, in den Werken und Diensten unseres Dekanatsbezirkes geschehen ist." Er erinnerte an den Start in das Jubiläumsjahr "1000 Jahre St. Stephan", ökumenische Begegnungen und klare Positionierungen gegen rechtsradikale Aktionen. "Und dann kam Mitte März die große Absage aller unserer Veranstaltungen, auch der für den 20. März geplanten Dekanatssynode. Erstmals in der Geschichte der Christenheit mussten dann auch alle Gottesdienste in der Zeit vom 22. März bis zum 3. Mai abgesagt werden."

Das sei aber richtig und wichtig gewesen, so der Dekan. Die Gemeinden hätten in dieser Zeit wieder alte Formen geistlichen Lebens für sich entdeckt, wie das bewusste Gebetsläuten. Auch neue, innovative Formen seien entstanden, wie der "Schnipselgottesdienst", Gottesdienste im Live-Stream oder Kindergottesdienste "to go".

"Gerade wenn wir auf die aktuelle Entwicklung im Bereich der Gottesdienste sehen, sind Veränderungen wahrzunehmen, die auch verheißungsvoll sind für einen guten Weg in die Zukunft. Über die Gottesdienste auf digitalem Weg werden in der Regel viel mehr und auch ganz andere - eben schon auch viele Jugendliche - erreicht", berichtete Lechner den Synodalen. Mit großem Engagement, Inspiration und Kraft sei außerordentlich viel in den Gemeinden geschehen und getan worden. Der Dekan wörtlich: "Davon, dass sich Kirche in dieser schweren Zeit weggeduckt hätte, kann nach meiner festen Überzeugung überhaupt keine Rede sein." red