In der jüngsten Gemeinderatssitzung stellte Nüdlingens Bürgermeister Harald Hofmann (CSU) eine Lösung vor, wie die Gemeinde den Grundschulkindern weiterhin eine Mittagsbetreuung anbieten kann. In einer vorausgegangenen Sitzung hatte der Gemeinderat bereits darüber gesprochen, die Entscheidung aber verschoben. Ausgangslage war, dass die Förderung der Regierung von Unterfranken für das Schuljahr 2021/2022 weggefallen war. Damit fallen der Gemeinde 9000 Euro an Förderung weg und sie müsste die rund 50 000 Euro Kosten für ein Schuljahr selbst aufbringen.

Die Gemeinderatsmitglieder hatten sich in der Sitzung nicht damit zufriedengegeben, dass die Betreuung wegen zu hoher Kosten ganz gestrichen und damit für die Kinder wegfallen würde. Daher sprach die Verwaltung mit dem Kindergarten, ob die Mittagsbetreuung der Grundschüler über den St. Johannis-Verein möglich wäre: Im kommenden Schuljahr sind genügend Plätze frei. Somit stellt die Gemeinde den 3. und 4. Klassen weiterhin kostenlos eine Betreuung zur Verfügung. Dies würde bei zehn Kindern 9600 Euro kosten. "Hier ist zu erwähnen, dass die Kinder im Hort bereits im September 2021 über das Bayerische Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz (BayKiBiG) voll förderfähig sind", heißt es in der Sitzungsvorlage. Daher ist diese Lösung so kostengünstig. Sebastian Schäfer (SPD) fragte, ob diese Lösung dann mit dem Anstellungsschlüssel der Beschäftigten im Kindergarten zusammenpasst. "Nicht dass wir im September wieder dasitzen und eine neue Stelle ausschreiben müssen." Das sei seines Wissens nicht der Fall, so Hofmann. emue