Die Stadträte des Bau- und Umweltausschusses der Stadt Ebermannstadt trafen sich am vergangenen Montag im Kindergarten Sankt Marien, um sich über den aktuellen Stand der Baumaßnahmen zu informieren.

Zuerst zeigte Architekt Lothar Wagner aus Cadolzburg Bürgermeisterin Christiane Meyer (NLE) und den Räten die Räumlichkeiten, in denen die Kinder derzeit untergebracht sind. Hort, Mütterzentrum und Bücherei waren umgebaut worden, so dass jetzt zwei Gruppen in den oberen Räumen des Gebäudes untergebracht sind und zwei in den unteren Räumen. Da der Kindergarten schon lange überbelegt ist, gibt es noch eine fünfte Gruppe, die in einem Container einquartiert wurde. "Architekt Wagner hat kurzfristig die Planung für die Umgestaltung des Gebäudes übernommen", erklärte die Bürgermeisterin. Das bestätigte dieser und erläuterte, dass im Oktober des vergangenen Jahres die Anfrage gekommen, Ende Februar die Eingabe erfolgt und von Anfang Mai bis Ende Juli die Umbaumaßnahmen ausgeführt worden seien. Bewegung findet im Veranstaltungsraum statt. Wagner zeigte an einigen Beispielen, dass der Brandschutz berücksichtigt und eine Fluchttreppe angebracht worden ist. Die Räte zeigten sich zufrieden mit dem Ergebnis.

Erweiterung und Sanierung

Anschließend besichtigten sie den Kindergartenbau, der erweitert und generalsaniert wird. Hier wurden sie von Architekt Ralf Bahl aus Forchheim begrüßt. Er zeigte in einer Präsentation, wo neu angebaut wird, wo die vier Gruppenräume entstehen und dass es künftig einen Personalraum und einen größeren Besprechungs- und Warteraum geben wird. Der Kindergarten wird um 93 Quadratmeter erweitert und barrierefrei sein.

Bahl teilte mit, dass etwa 75 Prozent der Rohbauleistungen ausgeschrieben und vergeben seien. Bisher sei man auch unter den geplanten Kosten geblieben. Der Architekt freute sich darüber, dass termingerecht Anfang August begonnen werden konnte und die Abbrucharbeiten schneller fertig waren. Mitte Oktober soll der Dachstuhl des Erweiterungsbaus aufgestellt werden. Für Ende Dezember 2021 ist die Fertigstellung der Maßnahme geplant. Allerdings ist diese dann gleich wieder zu klein, denn augenblicklich gibt es fünf Gruppen.

Christiane Meyer erklärte, dass Geschäftsstellenleiter Andreas Kirchner dabei sei, über das sogenannte Hildesheimer Modell Prognosen ermitteln zu lassen. "Seit über 20 Jahren wird hier ein Kontingent ausgenutzt, das nur für Notfälle geplant ist. Deshalb müssen wir für die fünfte Gruppe nach Lösungen suchen", meinte die Bürgermeisterin. Derzeit sind die 120 Plätze voll belegt.