Der Verkehrssicherheitstag für Vorschulkinder bot am Feuerwehrhaus spannende Erlebnisse rund um den Straßenverkehr für 110 Teilnehmer aus Kleukheim, Schönbrunn, Uetzing, Prächting, Ebensfeld, und dem evangelischen Kindergarten Bad Staffelstein.
Spielerisch wurde verkehrssicheres Verhalten geübt - eine sehr gute Vorbereitung für die sichere Teilnahme am Straßenverkehr, wie der Vorsitzende der Gebietsverkehrswacht Bad Staffelstein-Ebensfeld, Walter Mackert, erklärte. "Kinder sind als besonders gefährdete Verkehrsteilnehmer in hohem Maß auf die Rücksicht und Umsicht der anderen Verkehrsteilnehmer angewiesen", machte er deutlich.
Polizeihauptkommissar Gerald Storath von der Polizeistation Bad Staffelstein sah in der Aktion einen wichtigen Beitrag für die Verkehrssicherheit. "Kinder sollen Gefahren erkennen, sehen und gesehen werden", sagte er. Moderne technische Lösungen an und in den Fahrzeugen könnten zwar Verletzungen vermeiden helfen, aber die Schulung der jüngsten und schwächsten Verkehrsteilnehmer sei immens wichtig. Er kam bei dem jungen Volk gut an, nicht zuletzt weil er gelegentlich die Dienstmütze mit einen schicken Sonnenhut tauschte. Walter Mackert stellte fest, dass Eltern, Erzieher, die Polizei, die Verkehrswacht und die Verwaltungen eine Kette der Sicherheit für die Schulkinder bildeten. "Sogar das Bundesministerium für Verkehr unterstützt diesen Verkehrssicherheitstag", sagte er.
Wichtig sei auch, das richtige Verhalten außerhalb des Schulwegs, ergänzte der Jugendbeauftragte des Bad Staffelsteiner Stadtrates, Holger Then. Das gelte besonders für Kinder, die mit dem Fahrrad unterwegs sind. "Man kann Gefahren und gefährliche Situationen oft nicht verhindern, aber man kann sich darauf vorbereiten", so Then. Die Kinder kommen als Fußgänger, mit dem Schulbus oder werden von den Eltern zur Schule gefahren. Jede dieser Art von Teilnahme berge besondere Gefahren, erläuterte Mackert. Zum Beispiel beim Ein- und Aussteigen, beim Überqueren der Straße und das eingeschränkte Sichtfeld im Rückspiegel des Fahrers, der tote Winkel, gehöre dazu. Bedauerlich sei, dass Kinder oft im Kindersitz nicht richtig gesichert würden. Das machten er und Polizeihauptmeister Anke Hagel am Gurtschlitten deutlich. Gesichert passierte der Puppe "Klara" im Kindersitz nichts, während sie ungesichert meterweit flog und auf den Boden aufschlug.
Beim Schulbus wurde es richtig interessant. Das enorme Gewicht des Fahrzeugs wurde deutlich, als der Bus über einen Wasserkanister rollte, dieser zerplatzte und seinen Inhalt versprühte. Auf dem Rollerparcours wurde die Geschicklichkeit der Kinder getestet. Es kam nicht auf Schnelligkeit an, sondern auf präzise Fahrweise. Die meisten zeigten sich routiniert, aber nicht alle Pylonen, die die Strecke markierten, blieben stehen. Spaß machte es den Kindern, in den großen Lkw zu klettern.
Hier konnten sie sich überzeugen, dass die Sicht des Fahrers im Rückspiegel durch einen toten Winkel eingeschränkt ist. Unterstützt hatten den Verkehrssicherheitstag die Freiwillige Feuerwehr Bad Staffelstein, Beamte der Polizei aus Coburg, Lichtenfels und Bad Staffelstein.
Einen Beitrag zur Aktion leistete auch das Busunternehmen Kaiser-Reisen, das den Schulbus zur Verfügung stellte. Der Lkw samt Fahrer kam von der Firma CS Trans, Werner Schad, aus Grundfeld. Andreas Welz