Trotz des schrecklichen Anschlags auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin halten die Städte Herzogenaurach und Erlangen an ihren Aktivitäten fest. Auf dem Marktplatz in Herzogenaurach wird weiterhin, wie geplant, der Lebendige Adventskalender stattfinden, ebenso wie das "After Work Treffen" am morgigen Donnerstag mit Live-Musik von "Faded Glory". Die Nachbarstadt Erlangen führt ihren Weihnachtsmarkt fort.
Gegen eine derartige Aktion könne man leider nichts unternehmen, sagte Herzogenaurachs Bürgermeister German Hacker (SPD). Und wörtlich weiter: "Wenn ein Idiot früh aufsteht und so etwas vorhat, ist das leider nicht zu verhindern." Schon nach dem ähnlichen Vorfall in Nizza habe man sich Überlegungen gemacht, auch hinsichtlich des Mittelalterfests im Sommer. Aber Menschenmassen vor Anschlägen schützen zu wollen, das ist laut Hacker schlicht nicht möglich. Angeordnet wurde im Hof des Herzogenauracher Rathauses Trauerbeflaggung.
In Erlangen sieht man das ebenso. Thomas Ternes, berufsmäßiger Stadtrat und Referent für Recht, Sicherheit und Personal, bestätigt, dass man sich im Grundsätzlichen nicht erst seit dem Berliner Anschlag Gedanken gemacht habe. "Diese abstrakte Gefährdungslage ist spätestens seit dem Vorfall in Ansbach für uns existent." Und damit sei es immer wieder ein Punkt bei den Vorbesprechungen rund um Veranstaltungen dieser Art.
Ternes erklärt weiter: "Wir haben in Folge der Berliner Ereignisse im Austausch mit der Polizei und den zuständigen Behörden entschieden, dass es keine konkrete Gefährdungslage gibt und damit die drei Erlanger Weihnachtsmärkte weiterlaufen." Fazit: Gefährdungen sind grundsätzlich nicht auszuschließen, aber es wird nüchtern reagiert. bp/mb