"Mir hat der Haushalt gefallen und euch wird er auch gefallen", meinte Bürgermeisterin Karin Ritter (SPD) zum Gremium. Auch Kämmerin Sabine Fischer, die das Zahlenwerk vorstellte, strahlte angesichts des erneut sehr erfreulichen Haushaltsplans 2017.


Kreditaufnahme nicht nötig

Dieser hat ein Gesamtvolumen von 1 778 700 Euro, davon Verwaltungshaushalt 939 000 Euro sowie Vermögenshaushalt 839 700 Euro. Wie in den Vorjahren ist er nicht genehmigungspflichtig. Die Hebesätze werden beibehalten. Eine Kreditaufnahme ist nicht erforderlich. Der Verwaltungshaushalt hat sich gegenüber dem Vorjahr um 13 000 Euro verringert. Wesentliche Änderungen gegenüber dem Vorjahr sind unter anderem bei den Einnahmen die Gewerbesteuer mit 10 000 Euro (-13 000 Euro), der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer mit 294 000 Euro (+15.700 Euro), die Schulverbandsumlage mit 79 000 Euro (- 23 900 Euro) und der Unterhalt Lehrerwohnhaus mit 10 000 Euro (+10 000 Euro). Der Vermögenshaushalt hat sich gegenüber 2016 um 400 500 Euro und damit fast auf das Doppelte erhöht.
Der Ausgleich des Vermögenshaushalts erfolgt durch eine Rücklagenentnahme von 21 200 Euro. Es ergibt sich ein Schuldenstand am 31.12.2017 von 102 940,65 Euro und damit eine Pro-Kopf-Verschuldung von 143,77 Euro. Dem stehen Rücklagen von 685 360,45 Euro gegenüber.
Das Jahresrechnungsergebnis 2015 liegt rund 53 500 Euro über dem Haushaltsplan. Die Änderungen ergaben sich unter anderem durch höhere Kindergarten-Personalkostenzuschüsse oder Brennholzverkauf. Erfreulicherweise waren auch die Gewerbesteuer sowie der Gemeindeanteil der Einkommensteuer höher.
Für 2016 sind die absehbaren Mehreinnahmen bei den Kiga-Personalkostenzuschüssen, Kanalbeitragsgebühren sowie der Gewerbesteuer. Geplant war eine Zuführung zum Vermögenshaushalt von 30 000 Euro, tatsächlich werden es 176 000 Euro sein. An Einnahmen erhielt man den Zuschuss für Digitalfunk sowie Zuweisungen für die Fichten- und Frankenwaldstraße. Man konnte Rücklagen von 90 000 Euro bilden. Abschließend wusste Kämmerin Sabine Fischer nicht ohne Stolz von einem bayernweiten Spitzenplatz zu berichten: Reichenbach ist in der "Gemeindekasse" - eine bayernweite Fachzeitschrift für das kommunale Finanzwesen - zwei Mal als leuchtendes Beispiel aufgeführt. So hat man von allen Gemeinden im Freistaat die Hebesätze bei der Grundsteuer A (minus 50 Prozentpunkte auf 300 v. H.) sowie der Gewerbesteuer (minus 60 Prozentpunkte auf 250 v. H.) am stärksten reduziert.


100 Euro eingespart

Die Bürgermeisterin beglückwünschte Kerstin Seitz (SPD), die bei einem Malwettbewerb des bayerischen Feuerwehrverbandes das neue Logo für die Kinderfeuerwehr entworfen hat. Das Preisgeld von 300 Euro hatte sie an die Reichenbacher Jugendfeuerwehr gespendet. Die Kämmerin informierte über das Ergebnis der Strom-Bündel-Ausschreibung mit einer Einsparung von rund 100 Euro. Insgesamt steigen aber die Kosten aufgrund der höheren EEG-Umlage. Siegfried Stubrach (BLR) ärgerte sich über das am Ortseingang unter der Begrüßungstafel aufgestellte Anti-Nationalpark-Schild. Dieses gebe kein schönes Erscheinungsbild ab. Zudem erfolgte das Aufstellen ohne Genehmigung. Dem schloss sich SPD-Fraktionssprecherin Katja Duman an. Durch den Standort könne man eventuell darauf schließen, dass dies die Meinung der gesamten Gemeinde sei. Das Schild wird entfernt, obwohl sich ja das Thema sowieso - so Ritter - Mitte Juli mit der Gebietsentscheidung erledigen werde.
Ebenfalls Stubrach sprach die Engstelle bei der Einmündung Kremnitzstraße/Auswiesenweg an. Zwecks Verbreiterung der Straße regte er einen eventuellen Abriss der dort stehenden Garage an. Dies wird geprüft, insbesondere hinsichtlich entstehender Kosten.