Ein Impfstoff soll die Corona-Problematik aus der Welt schaffen. Es gibt ermutigende Nachrichten von Impfstoff-Herstellern, und im ganzen Land laufen die Vorbereitungen für die Impfung. Auch der Landkreis Haßberge plant die Einrichtung eines Impfzentrums. Dazu wurde eine Arbeitsgruppe gegründet, die sich mit der Standortfrage, dem Personal und dem Aufbau der Logistik, befasst. "Wir wollen impfen können, sobald der Impfstoff bereitsteht", erklärte Landrat Wilhelm Schneider (CSU). Und lassen sich die Bürger dann auch gegen das Virus impfen? Unsere Zeitung hat sich umgehört. Hannah Baunacher (20 Jahre, aus Wonfurt, Bundesfreiwilligendienstleistende) betont: "Ich bin Befürworterin eines Impfstoffes und finde es gut, dass in diesem Bereich so viel geforscht wird und so viele Gelder bereitgestellt werden. Trotzdem denke ich, dass ich mich nicht sofort impfen lassen werde, sollte ein Impfstoff für die breite Öffentlichkeit zugelassen werden. Ich als junger Mensch gehöre nicht zur Risikogruppe und habe ein fittes Immunsystem, deswegen lasse ich denen den Vortritt, die den Impfstoff dringender benötigen." Theresa Greß (27 Jahre, aus Breitbach, Landkreis Schweinfurt, Pädagogin) sagt: "Sehnsüchtig wurde auf den Impfstoff gewartet. Dank vieler Forschungen in diesem Bereich ging es nun doch schneller, als man zwischendurch dachte. Doch man weiß einfach noch zu wenig zu dem Ganzen. Wie wird der Impfstoff verteilt? Muss man sich jährlich impfen lassen? Sollten sich alle impfen lassen, oder ist es vorerst nur notwendig, dass sich die Risikogruppen impfen lassen? Ich denke, dass ich mich deshalb vorerst nicht impfen lassen werde." Matthias Weidmann (49 Jahre, Haßfurt, Verwaltungsfachangestellter): "Ich lasse mich gegen Corona impfen, da ich die Hoffnung habe, dass das Serum Wirkung zeigt und ein normales Leben bald wieder möglich ist. Meiner Meinung nach sollen natürlich zuerst die Risikogruppen geimpft werden sowie die Menschen aus dem Medizinsektor. Ich spreche mich auch dafür aus, dass ich gegen eine Impfpflicht bin und jeder frei entscheiden soll und darf, welche Impfungen persönlich infrage kommen." Thorsten Kalb (35 Jahre, Haßfurt, Zahnarzt): "Ich lasse mich impfen, weil der Impfschutz einer Bevölkerung nur durch die Teilnahme jedes Einzelnen funktioniert. Je früher wir eine Immunität gegen Sars-CoV2 erreichen, desto schneller kann wieder Normalität einkehren, für Jung und Alt. Es wird Zeit, dass wir unsere gesellschaftlichen Gepflogenheiten und Werte endlich wieder leben können im herzlichen Kontakt mit unseren Mitmenschen." Stefan Luther (34 Jahre, Haßfurt, Fabrikeinsteller): "Ich werde mich nicht impfen lassen, weil ich nicht genau weiß, was es für Nebenwirkungen und Spätfolgen haben kann. Ich habe mich auch noch nie gegen eine Grippe impfen lassen und glaube fest an die eigenen Abwehrkräfte. Natürlich sieht es bei den älteren und vorerkrankten Menschen anders aus. Jeder Mensch soll für sich selbst entscheiden, ob er sich impfen lässt oder nicht."