Mit einem dreitägigen Fest feierte die Feuerwehr Lahm das 25-jährige Bestehen ihrer Damengruppe. Beim Festkommers wurden die "Frauen der ersten Stunde" geehrt.

Beim Frühschoppen am Sonntag im Festzelt hielt Kommandant Josef Eidelloth Rückblick. "Bereits 1984 ist der erste Vorschlag dokumentiert, im Ort eine Damenwehr zu gründen. Dies scheiterte am damals vorherrschenden Gedanken vieler, dass Feuerwehrarbeit reine Männersache sei", bedauerte er. Zehn Jahre später, als 110-jähriges Jubiläum gefeiert wurde, sah das Ganze anders aus. Die Feuerwehr Lahm litt unter Nachwuchsmangel. Anlässlich des Jubiläums wurde eine Werbeaktion gestartet und sage und schreibe 22 Frauen für die aktive Wehr gewonnen. Der Grundstock zur ersten Damengruppe in der Großgemeinde Wilhelmsthal war gelegt. Zehn von ihnen waren nur kurz dabei. Aber ein harter Kern von zwölf sehr aktiven Frauen zeigte, was diese zu leisten vermögen.

Viele Übungen wurden absolviert. Der Großteil der Gründergruppe bestand alle Leistungsprüfungen bis zur Stufe 4. Diese Erfolge spornten auch die Männer an, es ihnen gleichzutun. "Ohne unsere aktive Damenfeuerwehr wäre ein Fortbestand unserer Wehr schwierig geworden", zeigte sich Eidelloth sicher; waren doch in manchen Jahren im Ort mehr Frauen als Männer aktiv.

Der Frühschoppen bildete den Rahmen für die Ehrung der "Frauen der ersten Stunde" sowie Claudia Beitzinger und Maria Wachter, die 20 Jahre aktiv sind. Die Hauptfeuerwehrfrauen Veronika Appel und Elke Engelhardt wurden für 25-jährigen aktiven Dienst mit dem Staatlichen Ehrenzeichen im Silber, Roland Blumenröther für 40 Jahre in Gold ausgezeichnet. Alle haben sich auch im Verein in verschiedenen Funktionen stark engagiert.

Auch bei den geehrten Gründungsmitgliedern der Damen-Feuerwehr handelt es sich um echte Aktivposten, die viele Leistungsabzeichen und Weiterbildungen absolvierten sowie zum Teil auch in der Vorstandschaft mtiarbeiteten. Als Gründungsmitglieder der Damenwehr wurden vereinsintern geehrt: Veronika Appel, Karin Beitzinger, Isolde Blumenröther, Beate Eidelloth, Elke Engelhardt, Margarethe Löffler, Gisela Mattes, Barbara Neubauer, Evi Schneider und Monika Wachter.

Der Sonntag hatte mit einer Kirchenparade und einem von Pfarrer Sven Raube eindrucksvoll zelebrierten Gottesdienst im Festzelt begonnen. Der Frühschoppen wurde vom Musikverein Hesselbach umrahmt. Beim Familiennachmittag kamen mit einer interessanten Geräteschau - darunter die historische Feuerwehrspritze der Wehr aus dem Gründungsjahr 1883 sowie die Drehleiter der Tettauer Wehr - insbesondere alle Kinder auf ihre Kosten, bevor das gelungene Fest ausklang. Seinen Anfang hatte das Programm am Freitag mit einem fränkischen Wirtshaussingen mit Ed und Jürgen genommen, während am Samstagabend die "Ghostriders" für ausgelassene Stimmung sorgten. Heike Schülein