Der Startschuss für den Bau eines Bürgerbegegnungszentrums mit Arztpraxis in der Kulmbacher Straße ist mit dem offiziellen Spatenstich erfolgt. Mitarbeiter der Firma Dietz-Bau aus Weismain haben damit begonnen, die Planungen des Architekturbüros Architekten Juli Architektur + Design aus Kulmbach umzusetzen. Die Fertigstellung ist im Juni 2022 geplant.

Am 7. Januar 2016 war das Grundstück aufgrund einer Schenkung in das Eigentum des Marktes Marktleugast übergegangen. Die früheren Eigentümer hatten sich gewünscht, dass an dieser Stelle eine Arztpraxis entstehen sollte. Genau das wird nun mit dem Neubau des Bürgerbegegnungszentrums umgesetzt.

Auf dem Grundstück stand ein Gebäude, das früher als Wohnhaus und Naturheilpraxis genutzt worden war. Das zweigeschossige Gebäude wies zahlreiche Bauschäden auf.

Sanierung verworfen

2017 stellte der Markt Marktleugast bei der Regierung von Oberfranken den Antrag auf Aufnahme in die Förderoffensive Nordostbayern. Beantragt wurden zuerst ein Abbruch der Anbauten und die Sanierung des Wohngebäudes. Doch Letztere wäre nur mit erheblichem finanziellen Aufwand und mit ungewissem Ausgang möglich gewesen. Die Regierung von Oberfranken lehnte dafür eine Förderung ab und favorisierte stattdessen einen kompletten Neubau.

Zum Förderkonzept gehören nun die Errichtung eines Neubaus, in dem auch eine Arztpraxis untergebracht wird, sowie die Gestaltung der Außenanlagen. Das zweigeschossige Gebäude wird eine Gesamtfläche von 774 Quadratmetern haben, davon entfallen 234 auf die Arztpraxis im Erdgeschoss.

Im Erdgeschoss entsteht weiterhin eine öffentliche Bibliothek samt Lesecafé. Und im Obergeschoss sind ein Begegnungsraum mit verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten sowie unter anderem ein Trauungszimmer, ein Archiv und eine Teeküche untergebracht. Der Zugang zum Gebäude und zu allen Räumlichkeiten wird barrierefrei gestaltet. Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf 2,9 Millionen Euro. Die Gemeinde muss Eigenmittel von 665 964 Euro schultern, weil die zu erwartenden Mieteinnahmen abgezogen werden. Sonst wäre das Gebäude komplett mit 90 Prozent gefördert worden.