Michael Busch Die ehrenamtlichen Kräfte der DLRG bringen es auf den Punkt: "Wir finden es sehr traurig, dass selbst vor Rettungsmitteln, die zum Retten von Menschenleben eingesetzt werden, nicht mehr halt gemacht wird." Am Montagabend gegen 22.30 Uhr wurde die DLRG durch die Polizei informiert, dass Jugendliche das Rettungsboot Seebach zu einer unberechtigten Spritztour entwendet haben.

Immer wieder nächtlicher Ärger

Das Boot wurde von seinem abgesperrten Liegeplatz beim Bootsverleih losgemacht und versucht zu starten. Durch den fehlenden Zündschlüssel war dies nicht möglich, worauf die Jugendlichen vermutlich ihren Frust an den Rettungseinrichtungen des Bootes ausließen. So wurden diverse Staufächer geöffnet, das Sonar beschädigt und diverse Kabel abgerissen.

Dank aufmerksamer Passanten gelang es der Streife, zumindest einen Täter zu ermitteln. Ein 17-Jähriger wurde durch einen "Kumpel" verraten- eine Anzeige wird folgen. Das Boot, welches einige Meter weiter in einen Schilfgürtel getrieben war, wurde durch die DLRG "eingefangen" und in die Liegebox zurückgebracht. Der Schaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf rund 600 Euro. Das Boot wird nun zeitnah in die Fachwerkstatt gebracht, um auf weitere Schäden zu überprüfen.

Leider ist dies momentan in Dechsendorf nicht der einzige Vorfall dieser Art. Vor etwa einer Woche fanden die Sportler des Bogenclubs Robin Hood ihren Platz in der Campingstraße verwüstet vor. Scheiben waren umgeschmissen, Sitzgelegenheiten durch die Gegend geschleudert und auch zerstört. Nicht zum ersten Mal. Bereits in der Vergangenheit wurde ein Schaukasten demoliert, der Grill umgeschmissen und Müll am Schießstand verteilt.

Vermutlich hängen diese beiden Taten genauso wenig zusammen, wie ein dritter Vorfall am 22. Juli. Dort kam es in der Nacht zu einem Mülleimerbrand an der Bushaltestelle Naturbadstraße in der Nähe des Dechsendorfer Weihers. Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr zu nachtschlafender Zeit wurde ein Übergreifen der Flammen auf das Bushäuschen verhindert.

Was erhoffen sich die Betroffenen? Dass die Dechsendorfer die Augen aufhalten und bei Beobachtungen nicht wegsehen, sondern die Polizei anrufen. Im Falle des Bootes wurde Anzeige erstattet.