Seit knapp zehn Jahren ist ein neues Feuerwehrhaus für die Oehrberger Floriansjünger im Gespräch. Im Januar beschloss der Marktgemeinderat, ein zweites Fahrzeug für die Wehr zu kaufen, um Fördermittel seitens der Regierung Unterfranken abgreifen zu können. Laut einer Pressemitteilung derselben hat die Kommune am Fuße der Schwarzen Berge nun die vorzeitige Baufreigabe erhalten.

"Darüber sind wir sehr froh", sagt Daniel Wehner (CSU), Bürgermeister des Marktes. "Derzeit laufen die Ausschreibungen, die wir schon vorbereitet hatten. Die gehen jetzt an die Firmen raus." Als nächstes stehe der Abbruch einiger alter Gebäude an. "Dann geht es los", sagt der Rathauschef. Damit hält die Kommune den Zeitplan, der in der Gemeinderatssitzung im Januar angesprochen wurde. Damals war die Rede vom Baubeginn im Frühjahr 2020.

Viele Räume für die Feuerwehr

Nachdem die alten Häuser abgerissen sind, entsteht neben der ehemaligen Schule, nordöstlich der Kirche das neue Feuerwehrhaus. Laut Beschluss aus dem Jahr 2019 misst dieses etwa 13 auf 20 Meter. Im Erdgeschoss befinden sich die Fahrzeughalle, das Materiallager, die Werkstatt, die Umkleiden sowie Toiletten. Die auf den Feuerwehrbereich entfallenden Gesamtkosten betragen laut Pressemitteilung rund 700 000 Euro. Im Obergeschoss finden die Oehrberger Jugendlichen ihr Domizil. Außerdem entstehen dort ebenfalls Toiletten. Für die Stellplätze der Wehr erhält der Markt Burkardroth Fördermittel von der Regierung Unterfranken: "Sie wird nach den derzeit geltenden Feuerwehr-Zuwendungsrichtlinien 115 500 Euro betragen", heißt es in der Pressemitteilung. Auf jeden Stellplatz entfallen somit 57 750 Euro.

Möglich wurde diese Förderung dadurch, dass der Marktgemeinderat im Januar den Beschluss fasste, in den nächsten Jahren ein zweites Fahrzeug für die Wehrleute zu kaufen. Den Fuhrpark - der bislang aus einem Tragkraftspritzenfahrzeug besteht - wird dann durch einen Mannschaftstransportwagen ergänzt.

Ursprünglich war geplant, den bestehenden Altbau neu zu gestalten. Den Antrag für die Modernisierung ihres Domizils stellte die Oehrberger Wehr bereits im Jahr 2012. Vier Jahre später bewilligte die Kommune zunächst den Umbau. Ein neues Dach, eine neue Heizung und ein Jugendraum waren Teil des Plans.

In öffentlichen Debatten geriet schließlich der jetzige Standort im Umfeld der alten Schule in den Fokus der Beteiligten. "Der Standort nordöstlich der Kirche war einfach attraktiver", sagt Wehner. Damit schlägt die Kommune zwei Fliegen mit einer Klappe: Der Innenort erhält eine Aufwertung und wird belebt. Außerdem erweist sich die Nähe zur alten Schule als positiver Nebeneffekt für die Floriansjünger. Dort finden bereits Schulungen für die Wehrleute statt. Und: Kommt es zu einem Brand oder Unfall, ist die Oehrberger Wehr nach wie vor einsatzfähig und nicht durch Arbeiten eingeschränkt.