Die Ausgangssituation vor dem Spiel war klar: der HSC wollte gewinnen, konnte aber eine Niederlage eher verkraften als der HC Erlangen, der siegen musste, u...
Die Ausgangssituation vor dem Spiel war klar: der HSC wollte gewinnen, konnte aber eine Niederlage eher verkraften als der HC Erlangen, der siegen musste, um nicht frühzeitig den Anschluss an den 6. Tabellenplatz in der Handball-A-Jugend BundesligaOst zu verlieren.
HC Erlangen -
HSC Coburg 25:18 (12:9)Die Gastgeber hatten zunächst den besseren Start und führten rasch mit 4:1. Drei Tore erzielte hierbei der Ex-Coburger Christian Froschauer, der insbesondere in der Anfangsphase von den HSC-Youngsters nicht in den Griff zu bekommen war. Trainer Martin Röhrig ahnte Ungemach und nahm folgerichtig schon in der 10. Minute die erste Auszeit, was auch die beabsichtigte Wirkung zeigte. Fünf Minuten lang ließ die gelb-schwarze Abwehr nämlich nun keinen Treffer mehr zu.
Mangelnde Coolness wurde immer mehr zum Hauptmanko des HSC. Alles das, was die Spieler in den Partien zuvor gegen Hanau und Hüttenberg ausgezeichnet hatte, nämlich zwischem schnellem Tempogegenstoß und ruhigem Spielaufbau zu variieren, verschwamm mit fortschreitender Spieldauer.
Da im HSC-System die Außenspieler traditionell nur eine untergeordnete Rolle spielen, entstand zudem als Konsequenz beim Spielaufbau eine massive Konzentration in der Mitte. In den letzten fünf Minuten bis zur Pausensirene gelang den Oberfranken kein einziger Treffer mehr, während sich der HCE steigerte und mit fünf Toren in Serie mit einer 12:9-Führung in die Kabinen gehen konnte.
Nach der Pause erzielte Erlangen das 13:9, aber die Coburger, bei denen außer Fabian Apfel kein Spieler Normalform erreichte, zeigten immerhin eine tolle Moral und hohen Einsatz. Sie warfen sich in jeden Ball, versuchten, jeden Abpraller zu holen, und kämpften sich trotz offensichtlicher Defizite mit viel Aufwand. Der HSC-Nachwuchs kam bis zur 49. Minute wieder auf 16:15 heran. Erneut war die Gelegenheit zum Greifen nahe, das Ruder herumzureißen. Es wollte an diesem Tag aber einfach nicht gelingen. Den Mittelfranken gelang es bis zur 52. Minute, den Vorsprung auf 20:15 auszubauen. Damit war der Widerstand der Coburger gebrochen; der HC Erlangen nutzte nun in der Folgezeit jeden Fehler eiskalt aus und gewann verdient mit 25:18.
HSC 2000 Coburg: Fabian Apfel, Robin Hennig, Tizian Braun - Lukas Dude (3), Benjamin Beyer (3), Louis Korn (2), Leonard Harreß, Justin Spörke (3), Nils Wendel, Jonas Wolter, Max Preller, Nicolas Carl, Christopher Härtl (5), Nils Knauer (2/1). - Trainer: Martin Röhrig, Andreas Gahn.
rh