Eine ganze Reihe von Bauanträgen lag den Mitgliedern des Bau- und Umweltausschusses bei ihrer jüngsten Sitzung vor. Darunter auch die Verlängerung der Baugenehmigung für die Erweiterung des Bayerischen Hofes, wobei die beiden Nachbargebäude auf dem Marktplatz und die Nebengebäude in der Finsteren Gasse mit saniert werden sollen. Das vorherige Gremium hatte sich im Januar 2016 damit beschäftigt und das gemeindliche Einvernehmen erteilt.

Seit 2017 genehmigt

Für die Änderungen, die von der Altstadtsatzung abweichen, hatte der Bauausschuss sämtliche Befreiungen ausgesprochen und auch das Bayerische Landesamt für Denkmalschutz zugestimmt. Das Landratsamt Bad Kissingen hat dann im Mai 2017 das Bauvorhaben genehmigt. Diese Genehmigung gilt allerdings nur für vier Jahre, weshalb das Münnerstädter Architekturbüro Halboth nun eine Verlängerung der Baugenehmigung beantragt hat. Auf Nachfrage von 3. Bürgermeister Axel Knauff (SPD), sagte Bürgermeister Michael Kastl (CSU), dass eine solche Verlängerung für zwei Jahre gilt. Die Ausschussmitglieder stimmten dem Antrag einhellig zu.

Die Sitzung begann allerdings mit weniger guten Nachrichten. Eigentlich hätte ein Vertreter des Büros Schlicht Lamprecht Architekten anwesend sein sollen, um den Mitgliedern des Bau- und Umweltausschusses die Entwurfsplanung für den neuen Freizeitpark zwischen Jörgentor und Skaterplatz vorzustellen. Wegen Krankheit konnte die Sachbearbeiterin nicht kommen, sagte der Bürgermeister. Es sei auch kein Vertreter gefunden worden, was das Stadtoberhaupt als "ärgerlich" bezeichnete. Die Entwurfsplanung wird nun bei der Stadtratssitzung am Montag, 28. Juni, vorgestellt. Einige Gäste, die wegen dieses Tagesordnungspunktes gekommen waren, verließen daraufhin die Alte Aula.

Einzig beim Bauantrag über einen Balkonneubau, einer Schleppgaube und Dachfenstern bei einem Gebäude in der Schwesterngasse gab es eine ausführliche Diskussion über Ausnahmen von der Gestaltungssatzung (wir berichteten). Nach einem Hinweis von Leo Pfennig (Freie Wähler) auf einen Fehler im Plan, stellten die Ausschussmitglieder den Antrag erst einmal zurück.

Keine Probleme sah das Gremium bei der geplanten Errichtung von zwei Dachgauben mit Ausbau des Spitzbodens bei einem Haus in Althausen. Genehmigt wurde auch ein etwa zwei Meter hoher Zaun aus Stein und Stabgitter um ein Grundstück in Reichenbach. Einstimmig erteilte das Gremium dem geplanten Bau eines Wohnhauses in Reichenbach das Einvernehmen. Weil der Flachbau die zulässige überbaubaubare Fläche überschreitet, musste eine Befreiung vom Bebauungsplan ausgesprochen werden.

Einvernehmen erteilt

In Wermerichshausen möchte ein Hausbesitzer Grenzgaragen errichten und einen Kellerzugang verlegen sowie einen Teil der Scheune abbrechen. Einen entsprechenden Antrag auf Vorbescheid hatte das Gremium bereits im April genehmigt. Auch jetzt stimmten alle zu. Ebenso genehmigten die Ausschussmitglieder ein geplantes Einfamilienhaus mit Doppelgarage in Seubrigshausen. In Großwenkheim ist ebenfalls der Bau eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage geplant. Weil dort alle Vorgaben eingehalten werden, nahm das Gremium lediglich Kenntnis davon. Eine überdachte offene Fläche am Sportheim in Großwenkheim soll künftig als Ausschankfläche genutzt werden. Dort können bis zu 90 Personen Platz finden. Dieses Vorhaben fand volle Zustimmung.