"Den hätten wir heute schon mehrmals verkaufen können", lacht Jürgen Schneidawind. Doch der schöne, gut 100 Jahre alte Pflug steht aber nicht zum Verkauf. Mit Sommerblumen bepflanzt dient er vielmehr der Dekoration. Dafür aber gab es beim ersten Hof-Flohmarkt des Obst- und Gartenbauvereins in Horsdorf am Sonntag viel zu entdecken und zu kaufen.
Um 10 Uhr sollte der Markt beginnen, doch erste Schnäppchenjäger waren bereits beim Aufbau da. Das Angebot war breit gefächert. Neben Haushaltsartikeln, Kleidung, Spielsachen, Büchern und CDs standen ein Einrad, das Abschlusskleid einer Schulentlassfeier und Wundertüten zum Preis von drei Euro zum Verkauf.
Ein hübscher bunter Kinderteller ist Henriette Wiesen aus Ebensfeld ins Auge gestochen. "Wenn mich eines meiner Enkelkinder besucht, darf es von dem Teller essen", sagt sie. Freuen dürfen sich ihre beiden Enkelkinder auch auf das Kinderbuch, aus dem sie ihnen vorlesen wird.
"Wir sind super zufrieden, das Wetter ist einfach perfekt", erklärt Sandra Zimmermann. Bereits eine halbe Stunde vor dem offiziellen Beginn bevölkern die ersten Schnäppchenjäger ihre weiträumige Hofanlage. Die Ware ist in zwei Garagen untergebracht. Unter anderem CDs, Bücher, Schuhe und Kindersachen. "Der Aufwand ist gering, weil schon alles vor Ort ist", freut sie sich. Dennoch hat sie sich mit der Präsentation viel Mühe gegeben und nicht nur die Schuhe noch einmal durchgeputzt. Die erwiesen sich aber, zumindest bis Mittag, als Ladenhüter. Dafür standen CDs und Bücher hoch in der Gunst der Käufer.
Auch Karin Murmann, die stellvertretende Vorsitzende des Gartenbauvereins, freut sich über die Resonanz. Es hätten sich mehr Höfe daran beteiligt, als ursprünglich gedacht. Am Ende waren es 15. Karin Murmann steht nicht nur hinter ihrem Stand, sondern war selbst auf Schnäppchen aus: "Ich liebe altes Geschirr, Porzellan und Töpfe."
Im Schatten von großen Bäumen haben Jule und Sina ihr Angebot aufgebaut. Vor ihnen liegen Berge von T-Shirts, Pullovern und Jeans, darunter viele Lieblingsstücke, aus denen die Jugendlichen aber längst herausgewachsen sind. Jetzt sollen die Kleider neue Besitzer finden.