Auch der Nachwuchs der SPD hat zur umstrittenen Bürgermeister-Wahl von Günter Schulz Stellung bezogen. "Wir sind geschockt, dass in Höchstadt ein Mitglied unserer Partei durch die entscheidende Stimme der AfD in das Amt des Zweiten Bürgermeisters gewählt wurde. Dasselbe geschah auch bei der Wahl zum Dritten Bürgermeister mit dem Kandidaten der Jungen Liste/Freien Wähler", heißt es in einer Pressemitteilung des Juso-Kreisverbandes Erlangen-Höchstadt und des Juso-Unterbezirks Erlangen/Erlangen-Höchstadt.

Allerdings nehme man zur Kenntnis, dass diese Situation in Teilen nicht selbstverschuldet, sondern durch den Wechsel der vormaligen FW-Landratskandidatin Regina Enz zu der CSU herbeigeführt sei und die SPD sich vor der Wahl um eine Kooperation mit den Grünen bemüht hätte. "So war direkt im Anschluss der Wahl auch nicht sofort absehbar, woher die entscheidende Stimme kam", heißt es in der Mittelung weiter.

Jedoch habe es im Anschluss die eindeutige Aussage des AfD-Stadtrates gegeben, dass er den SPD-Kandidaten Schulz unterstütze. "Für uns steht außer Frage, dass ein Sozialdemokrat unmöglich ein Amt ausführen kann, dass er nur durch eine Stimme der AfD erlangt hat. Deswegen erwarten wir einen Rücktritt des Zweiten Bürgermeisters, ebenso des Dritten Bürgermeisters der JL", fordern die Jungsozialisten.

Kein Interpretationsspielraum

Stattdessen müsse gemeinsam mit allen demokratischen Kräften nach einer Mehrheit ohne AfD gesucht werden: "Die AfD ist eine rechtspopulistische, in Teilen offen rechtsextreme Partei, deren Ziele und Strategien wir als Gefahr für unsere Demokratie und den Rechtsstaat wahrnehmen und die wir strikt ablehnen.

Die Lehren der Vergangenheit lassen in Bezug auf diese Partei keinen Interpretationsspielraum zu. Als Partei, die Soziales und Demokratie in den Mittelpunkt stellt und die Lösungen für die Probleme unserer Zeit - wie den Klimawandel - sucht, sind wir völlig unvereinbar mit der AfD", so der Wortlaut der Mitteilung.

Es stehe völlig außer Frage, dass das politische Handeln der SPD stets gegen die AfD und ihr Gedankengut gerichtet sei. "Das wird auch unser Handeln in Zukunft leiten." red