Höchstadt — Missbrauch, Wahnsinn, Rache, Familie, Liebe, Tod. Das sind die Schlagwörter, die Alexander Burkard seinem ersten Buch "Niemand wird entkommen" g...
Höchstadt — Missbrauch, Wahnsinn, Rache, Familie, Liebe, Tod. Das sind die Schlagwörter, die Alexander Burkard seinem ersten Buch "Niemand wird entkommen" gibt. In dem Kriminalthriller geht es um Richard Wollert, der Hauptkommissar in Berlin ist, und Eheprobleme hat.
Der Kommissar muss einen Fall aufklären, der zuerst ganz unscheinbar, später aber auch für ihn gefährlich wird.
Sein Vater Georg wird dabei ebenso zum Opfer wie seine Frau Kerstin. "Richard Wollert merkt viel zu spät, dass es mit seiner eigenen Familiensituation zu tun hat", erzählt Alexander Burkard. Auch einige Wendungen seien in dem Buch verbaut worden.
Bevor Alexander Burkard sein erstes Buch veröffentlichen konnte, verging allerdings einige Zeit. 2013 bekam er auf seiner Arbeit einen neuen Chef, den Bestsellerautor Richard Dübell, der ihn dazu überredete, eine seiner Geschichten zu veröffentlichen. Dann begann für Burkard die Suche nach einem Agenten oder einem geeigneten Verlag. Allerdings mit wenig Erfolg. Der 34-Jährige bekam nur Absagen. Ein Schreibwettbewerb verhalf ihm dann zu seinem Ziel. Im Brighton Verlag durfte der Gewinner des Wettbewerbs im Juli 2016 in dem Buch "Sommerferien - eiskalt!" eine Kurzgeschichte veröffentlichen.
Ideen aus dem Alltag
Ein halbes Jahr Schreibzeit war dann nötig, um sein erstes eigenes Buch erscheinen zu lassen, die Ideen hinter dem Buch kamen dem jungen Autor aber im Alltag. "Es gibt Dinge, die kann ein Autor nicht erfinden, man liest sie aber in der Zeitung", erklärt Burkard, "Das sind Dinge, die man im Hinterkopf behält". Viele Ideen notiert sich Burkard und heftet sie anschließend ab, bevor er kurz vor Schreiben des Buches ein Exposé und ein Konzept erstellt. "Es ist kompliziert zu schreiben, denn die Zahnräder müssen ineinander greifen", so der gebürtige Bamberger.
Neben seinem Beruf als Autor und strategischer Einkäufer bei einem Multitechnik-Dienstleister ist Alexander Burkard auch noch Ehemann und Vater zweier Kinder. Da wird die Zeit schon einmal knapp, doch der in Höchstadt lebende Burkard nutzt jede Chance, die sich ihm bietet, um seine Zeit optimal zu nutzen.
"Würde man nachdenken und planen, würde man zu dem Entschluss kommen: geht nicht!", sagt Burkard. Deshalb versucht er, auch die Werbung für sein Buch möglichst bewusst zu gestalten. So steht auf einer Klebefolie auf seinem Auto seine Homepage. Auch Flyer hat er drucken lassen, um sein Buch zu bewerben.
Die laut Burkard schnellste und effektivste Art der Werbung sei aber immer noch über Facebook. Hier könne man mit seinen Lesern in Kontakt bleiben und sie aufmerksam machen. "Ich versuche, mit möglichst wenig Aufwand viele Leute zu erreichen", erklärt Burkard weiter.
Für die Zukunft hat der Autor aber auch schon einiges geplant. Die Haupthandlung seines aktuellen Buchs ist zwar abgeschlossen, einige Nebenhandlungen sollen aber in weiteren Büchern noch behandelt werden.
Weltuntergang in der Schublade
Außerdem habe er bereits einen Weltuntergangsthriller in der Schublade liegen, bei dem nur noch der Feinschliff fehle. "Das Buch spielt in keiner Fantasiewelt, sondern im Hier und Jetzt, aber mit mysteriösen Ereignissen", so der Newcomer. Allerdings sei er sich noch unsicher, ob der Verlag das Buch möchte.
"Niemand wird entkommen" scheint laut Burkard aber gut anzukommen. Zwar gebe der Verlag nur einmal im Jahr die Verkaufszahlen bekannt, das Weihnachtsgeschäft lief aber seiner Meinung nach gut.