An der Niederndorfer Hauptstraße, auf dem Gelände der ehemaligen Tankstelle, werden sieben Wohneinheiten in einem Doppelhaus sowie fünf Reihenhäuser entstehen. Ein bestehendes Wohnhaus wird abgebrochen. Der Bauantrag lag dem Bauausschuss des Herzogenauracher Stadtrates am Mittwochabend vor und wurde begrüßt. „Das Bauvorhaben ist an dieser Stelle eine Aufwertung“, stellte Bürgermeister German Hacker ( SPD ) das Vorhaben vor.

Der Beschlussvorschlag ist allerdings mit Bedingungen und Auflagen verbunden. Bei den geplanten Schallschutzwänden ist darauf zu achten, dass ungehinderte Sichtverhältnisse für die Ein- und Ausfahrt zum Grundstück bestehen. Die Schallschutzwände sind außerdem nach der Pflanz- und Artenliste der Stadt Herzogenaurach zu begrünen und die Entwässerungspläne sind noch vorzulegen. So fordert es die Verwaltung. Vor Baubeginn muss mit den Fachabteilungen (Strom und Wasser) der Herzo-Werke Kontakt aufgenommen werden. Außerdem ist wegen eventuell angrenzender Verbotszonen Rücksprache mit dem zuständigen Baulastträger, dem Staatlichen Bauamt Nürnberg, zu halten.

Thomas Kotzer ( CSU ) wollte im Beschlussvorschlag festgehalten haben, dass die Verpflichtung zur „PV-Pflicht“ aufgenommen wird. Denn die Häuser würden über genügend Dachflächen für eine Photovoltaik-Anlage verfügen und diese würden an dieser Stelle am Ortsrand niemanden stören. „Darüber kann nur der Stadtrat entscheiden“, stellte hierzu Bürgermeister German Hacker ( SPD ) fest.

Der Ausschuss erteilte dem Antragsteller zu diesem Punkt Rederecht. „Das ist zwar nicht auf den Plänen und im Bauantrag vermerkt, aber selbstverständlich werden die Dachflächen mit einer PV-Anlage ausstattet“, setzte dieser die Stadträte in Kenntnis.

Eine kurze Diskussion gab es zur Errichtung eines Einfamilienwohnhauses mit Stellplatz „An der Aurach“, ebenfalls im Ortsteil Niederndorf . Die geplante bauliche Anlage sei unbedenklich, eine Abweichung von der Gestaltungssatzung der Niederndorfer Ortsmitte werde befürwortet, sagte der Bürgermeister. Das gelte für Kniestock und Fenster.

Die vorgesehenen, teilweise nicht zweiteiligen Fenster, sorgten für eine kurze Diskussion, denn solche wären auch bei den Nachbarhäusern nicht vorhanden. Außerdem störe das in diesem fast nicht einsehbaren Bereich niemanden, wurde argumentiert. Das gemeindliche Einvernehmen wurde mit einer Gegenstimme erteilt.