Hochkarätige Ökonomen hatten die SPD-Ortsvereine Adelsdorf und Höchstadt diesmal zum Podiumsgespräch eingeladen: Professor Achim Truger, einer der fünf Wirtschaftsweisen, Professor Gustav Horn, Vorsitzender des wirtschaftspolitischen Beirates des SPD-Vorstandes, und Michael Schrodi, SPD-Bundestagsabgeordneter, sprachen über „Wirtschaftspolitik in Krisenzeiten“.

Das Problem ist nicht, dass es eine Krise gibt, sondern die Vielzahl der Krisen, die gemeistert werden müssen, meinte Horn. Die Folgen seien eine hohe Inflation und hohe Schuldenaufnahmen. Die Inflation treffe die Menschen mit kleinem Einkommen am härtesten und müsse deshalb durch den Staat sozial abgefedert werden.

Dass dieser Weg der richtige ist, um die soziale Spaltung in der Gesellschaft nicht weiter zu vertiefen, darin waren sich die beiden Wissenschaftler einig. Darüber hinaus sei auch eine größere Schuldenaufnahme durchaus sinnvoll, um die Leistungsfähigkeit der Wirtschaft und die Arbeitsplätze zu erhalten und den Wandel zu einer klimaneutralen Energieerzeugung gestalten zu können.

Nach der Auffassung der beiden Experten ist aber ein drittes Entlastungspaket, das vor allem Bürgern mit niedrigem Einkommen zugutekommt, notwendig. Beide waren sich einig: „Das wird auch kommen.“ red