Mit dem Blick auf den Boden gehen 17 Erwachsene und 15 Kinder Wege, Gräben und am Waldrand entlang. Sie suchen etwas. Nein, es ist kein verloren gegangenes Handy, kein Ohrring. Die bunte Schar mit Handwagen, Eimern, Säcken und Greifzangen ist auch nicht auf Schatzsuche. Sie sammeln Müll, und dafür mussten sie auch leider gar nicht lange suchen.

Zerbeulte Plastikflaschen, Tüten und sogar Dinge wie alte Autoreifen liegen zum Beispiel in der Natur herum. Über die Bäche und Flüsse gelangt eine Menge dieses achtlos weggeworfenen Mülls sogar ins Meer.

„Aafgramd werd“ war das Motto der Wählergruppe Buch-Nankendorf. Die Stürme im Frühjahr hatten dazu geführt, dass auch einiges an Verpackungsmaterial von Baustellen buchstäblich vom Wind verweht wurde. Die fünf Gruppen trafen sich am Ende am Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Buch , um Bilanz zu ziehen und sich zu stärken.

Die Bilanz war ernüchternd. Die Säcke waren mit Restmüll gefüllt, auch ein gefüllter gelber Sack fand sich in einem Graben. Unverständnis herrschte vor allem darüber, dass der Hundekot zwar zum Teil in die dafür vorgesehenen Plastiktüten gefüllt wird, dann aber einfach in der nächsten Hecke landet. Dass Flaschen, Dosen, Fastfood-Verpackungen und Coffee-to-go-Becher einfach aus dem Autofenster geschleudert werden und Zigarettenkippen in die Natur geschnipst werden, ist entlang jeder Straße sichtbar.

Alle freiwilligen Helferinnen und Helfer wünschen sich, dass die Menschen umweltbewusster werden und die Abfälle nicht achtlos wegwerfen, damit auch in Zukunft die Gemeinde sauber bleibt. Am Ende wurde jedenfalls beschlossen, diese Aktion regelmäßig durchzuführen.