Bernhard Panzer

Auch wenn es sich nur um den Rückbau von drei alten Weichen im Bahnhof Frauenaurach handelt, signalisierte Bürgermeister German Hacker ( SPD ) in der letzten Stadtratssitzung Entgegenkommen. Man könne, wenn der Stadtrat das wünsche, durchaus einen Brief an das Eisenbahnbundesamt schreiben.

Genau das hatten die Stadtratsfraktionen von CSU , Junger Union und Freien Wähler in einem Antrag gefordert. Man befürchtete durch die Maßnahmen im Bahnhof negative Auswirkungen auf eine Reaktivierung der Aurachtaltrasse, deren Machbarkeit ja von Herzogenauracher Seite aus geprüft werden soll. "Wir würden uns deshalb wünschen, dass der Rückbau von Gleisanlagen, auch wenn diese im Zuge einer Reaktivierung sicherlich erneuert werden müssten, vorerst nicht vonstatten geht, um Auswirkungen auf die Studie zu vermeiden", heißt es in der Begründung.

Bürgermeister Hacker betonte, dass dieser kleine, rein technische Eingriff keinesfalls mit irgendeiner Freistellung der Trasse gleichzusetzen sei. Auch sei die Stadt Herzogenaurach hier gar nicht beteiligt. Man solle sich keinesfalls Sorgenfalten machen, auch wenn mancher vielleicht meine, dass er dem Bürgermeister in diesem Zusammenhang nicht trauen möchte. Entscheidend ist für Hacker die Widmung, und diese sei hier überhaupt kein Thema gewesen. Hacker : "Man muss nicht das Gras wachsen hören."

Der Stadtrat war einverstanden, gegen Retta Müller-Schimmel (Grüne) und Curd Blank ( SPD ), dass die Stadt den Brief schreiben soll.