Die Firma Schaeffler betrachtet Digitalisierung in einem ganzheitlichen Ansatz als ein Schlüsselthema, das sowohl Kunden als auch dem Unternehmen Chancen entlang der gesamten Wertschöpfungskette eröffnet.

Im Rahmen der Roadmap 2025 treibt der Automobil- und Industriezulieferer nach eigenen Angaben deshalb die Transformation seiner über 70 Produktionswerke hin zu semiautonomen, digitalen und nachhaltigen Fabriken der Zukunft voran. Ein Schritt ist hierbei die zukunftsweisende Entwicklung eines neuartigen, dynamisch integrierten Fertigungssystems zur Digitalisierung des Werkzeugbaus.

Gemeinsam mit der DMG Mori Aktiengesellschaft, ei-nem weltweit führenden Hersteller von Werkzeugmaschinen und ganzheitlichen Technologielösungen, will Schaeffler, wie die Firma aus Herzogenaurach weiter mitteilte, das neue System weltweit in seinen Werken implementieren. Beide Unternehmen starten dazu ein gemeinsames Softwareentwicklungsprojekt.

„Deutliche Steigerung“

„Mit der Entwicklung und dem Einsatz des neuartigen Fertigungssystems für den Werkzeugbau versprechen wir uns eine deutliche Steigerung der Agilität, Effizienz und Reaktionsgeschwindigkeit innerhalb des globalen Produktionsnetzwerkes von Schaeffler“, sagt Andreas Schick, Vorstand Produktion, Supply-Chain-Management und Einkauf der Schaeffler AG . „Ich bin überzeugt, dass von unserem Entwicklungsprojekt nicht nur beide Unternehmen, sondern in erster Linie Kunden und Anwender profitieren. Gemeinsam möchten wir neuartige digitale Lösungen schaffen und die Zukunft der Branche neu definieren.“

Bereits seit 2014 ist Schaeffler mit einer Vielzahl von Industrieanwendungen ein Technologiepartner von DMG Mori: „Unsere Kooperation ist der perfekte Fit“, betont Christian Thönes, Vorstandsvorsitzender von DMG Mori. „Mit Schaeffler als wichtigem strategischen Partner setzen wir neue Maßstäbe bei der Digitalisierung des Werkzeugbaus. 3D-Konstruktionsdaten sind die Basis für hochautomatisierte, digitalisierte Prozesse und damit eine nachhaltige Fertigung.“

Mit künstlicher Intelligenz

Das System automatisiert die bisher einzelnen Prozessschritte Design, Planung und Programmierung . Grundlage hierfür sind eine auf künstlicher Intelligenz basierende Arbeitsplanerstellung, eine automatisiert generierte Arbeitsvorbereitung sowie rekonfigurierbare Arbeitsabläufe. Zum Beispiel lässt sich mit der integrierten Lösung die Dauer der Angebotserstellung um bis zu 80 Prozent durch optimierte Prozesse und Systeme deutlich verkürzen.

„Mit dem neuen System realisiert Schaeffler einen digitalen Zwilling im Werkzeugbau , beginnend in den Prozessen der Arbeitsvorbereitung bis hin zum Fertigungsprozess und dessen Überwachung in der Produktion“, erklärt Stefan Spindler, Vorstand Industrial der Schaeffler AG . red