Zwei Vergaben für den Neubau des Rathauses beschäftigten den Haupt- und Finanzausschuss in seiner Sitzung am Mittwochabend. Beide fielen einstimmig und bewegen sich, wie Bürgermeister German Hacker ( SPD ) feststellt, gut im gesteckten Finanzrahmen. Hacker : „Es gelingt uns bisher gut, trotz aller Schwierigkeiten aufgrund der hervorragenden Baukonjunktur, nur leicht vom gesteckten Budgetrahmen abzuweichen“.

Zunächst ging es um die Verglasung der „Dachfuge“ rund um den Sitzungssaal. Diese Verglasung wird als Pfosten-Riegel-Fassade mit einer Fläche von 85 Quadratmetern und fünf Rauchabzugsflügeln ausgeführt, heißt es in einer Information der Stadtverwaltung . Zu den „Metallbauarbeiten Glasdach“ wurde ein erneutes Verfahren erforderlich, nachdem ein Bieter Insolvenzantrag gestellt hatte. Aus der aktuellen Ausschreibung ging nun die Firma Lamilux Heinrich Strunz GmbH aus Rehau mit einer Vergabesumme von 163 000 Euro mit dem wirtschaftlichsten Angebot hervor. Es liegt rund 23 Prozent über dem letzten bekannten Schätzwert und sechs Prozent unter der Kostenberechnung.

Bei der zweiten Vergabe geht es um die Fenster für den Sitzungssaal. Zunächst hatten die Architekten auf Grund der Größe und Geometrie diese als Aluminiumfenster geplant. Die Leistungen wurden zweimal ausgeschrieben, es ging aber kein Angebot ein. Eine erneute technische Prüfung kam, wie die Stadtverwaltung mitteilt, zu dem Ergebnis, dass sich die Ratssaalfenster – ebenso wie alle anderen Fenster im Neubau – auch als Holz-Alu-Fenster ausführen lassen.

Hierfür wurden bei der Fenster- und Fassadenbaufirma Rommel (Am Ohmberg) Nachträge eingeholt. Die Fenster werden nun mit vorgesetzter Glasbrüstung und fensterhohen Flügeln (ohne Kippfunktion) ausgeführt. Das Nachtragsangebot stellt somit sowohl die gestalterisch bessere als auch die wirtschaftlichere Alternative dar, berichtet Bürgermeister Hacker . Auftragssumme: etwa 83 000 Euro. bp