„Ab ins Festzelt!“ – das war das Motto der 101 Abiturienten des Gymnasiums Höchstadt, die auf dem Catwalk in die Aischtalhalle einmarschierten, um zusammen mit Eltern, Lehrern , dem Schulleiter Roland Deinzer, Landrat Alexander Tritthart ( CSU ), dem Dritten Bürgermeister Axel Rogner (JL) und Stadtpfarrer Kilian Kemmer ihr Abitur zu feiern. „In normalen Zeiten wäre solch ein Bierzelt-Motto nicht so gut angekommen“, meinte Roland Deinzer bei seiner Begrüßung.

„Aber in diesen besonderen Zeiten hat dieses kleine Virus nicht nur die Schulleitung getroffen. Corona hat euch allen in den letzten eineinhalb Jahren viel abverlangt“, fuhr er fort. In solch einem besonderen Jahr könne man schon im Festzelt feiern. Es ginge hier auch nicht nur um die Maß, die 1,0 hat. „Denn sechs von euch haben einen Notendurchschnitt von 1,0“, freute sich der Schulleiter .

Stephanie Christian und Jonas Niedt de Matos führten durchs reichhaltige Programm, in dem auch der Landrat, der Dritte Bürgermeister und die Oberstufenkoordinatorin Caroline Böckl zu Wort kamen. Nach der Zeugnisvergabe wurden die Schüler mit dem gemeinsame Abschlusslied „Auf uns“ in einen neuen Lebensabschnitt entlassen.

61 Schülerinnen und 41 Schüler waren zu den Abiturprüfungen zugelassen. 101 bestanden die Abiturprüfung. 23 Schülerinnen und Schüler erreichten einen Notendurchschnitt von 1,0 bis 1,4 („sehr gut“). Den Notendurchschnitt von 1,0 schafften Johanna Lisch (beste Leistung), Lara Schleicher, Benedikt Döring, Stephanie Christian, Hanna Köstner und Florian Kirch.

60 von 101 Schülern (59,4 Prozent) erreichten einen Gesamtnotendurchschnitt mit der 1 vor dem Komma, der Notendurchschnitt aller Abiturientinnen und Abiturienten liegt bei 1,93. Das ist ein deutlich besseres Ergebnis als in den Vorjahren.

Der Verein der Freunde und Förderer des Gymnasiums Höchstadt finanzierte Buchpreise und kleine Geschenke für besondere Leistungen im Schulleben (Chor, Orchester, Techniker , Schulsanitäter, SMV, herausragende Abiturergebnisse). Johanna Lisch (beste Abiturientin ), Benedikt Döring (bester Abiturient ) und Lara Schleicher (beste Mint-Leistung) erhielten vom Schulpartner Siemens eine Prämie. 15 Schülerinnen und Schüler mit einem Schnitt von 1,5 oder besser wurden für ihr herausragendes Gesamtergebnis mit dem „E-Fellows.net“-Stipendium ausgezeichnet. Als Anerkennung für herausragende Leistungen in der Abiturprüfung des Faches Physik erhielt Alexandra Röckelein eine einjährige kostenlose Mitgliedschaft in der Deutschen Physikalischen Gesellschaft. Als Anerkennung für herausragende Leistungen im Fach Biologie und insbesondere der Seminararbeit „Auswirkungen von Plastik auf das menschliche Hormonsystem“ erhielt Lara Schleicher von der Stiftung Natur-Mensch-Kultur den Biologie-Zukunftspreis 2021. Theresa Beier wurde für herausragende Leistungen im Fach Latein mit der goldenen Ehrennadel des Deutschen Altphilologenverbands geehrt.

Den ersten Platz im Fach Chemie erlangte Florian Kirch mit der W-Seminararbeit über „Analyse und Anwendung der Eigenschaften von synthetisch und aus Pflanzen gewonnenem Indigo“ bei dem Wettbewerb um die Dr.-Hans-Riegel-Fachpreise für herausragende Seminararbeiten an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg . Der Preis ist mit 600 Euro dotiert. Außerdem erhält die Schule als Anerkennung für die Betreuung der Arbeit einen Sachpreis in Höhe von rund 250 Euro.

Den dritten Platz im Fach Biologie verzeichnete Hannah Zorn mit ihrer W-Seminararbeit über „Untersuchungen an Feenkrebsen als Indikator für die Basis der Nahrungsnetze“ beim Wettbewerb um die Dr.-Hans-Riegel-Fachpreise. Der Preis ist mit 200 Euro dotiert. Sarah Engelhardt erzielte im Rahmen des Schüler-Kontakt-Studiums mit ihrer Seminararbeit den ersten Platz. Bei der regionalen Vorauswahl zum P-Seminar-Preis 2019/2021 erhielt das P-Seminar „Museum im Koffer“ unter der Leitung von Isabella Klumpe den mittelfränkischen Seminarpreis.