Raser sind in Lonnerstadt ein Problem. Besonders die Anwohner leiden unter ihnen. Wie der Gemeinderat das Problem nun lösen möchte und was Rasern in der Gemeinde nun droht.
Autoraser im Ort gelten in Mailach und Ailsbach als großes Problem. Dagegen möchten die Entscheider der Gemeinde Lonnerstadt jetzt das geeignete Maßnahmenkonzept entwickeln. Ein Teil der künftigen Strategie gegen zu schnelles Fahren ist die organisierte Überwachung der festgestellten Hotspots durch den Zweckverband für Kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz.
Mailach und Ailsbach gelten als durch die Temposünder besonders belastete Gemeindeteile, erläuterte Bürgermeister Günter Rost und präsentierte die jeweiligen Messungen, die jetzt monatelang durchgeführt worden sind. So fuhr der schnellste gemessen Autofahrer mit mehr als 70 Stundenkilometer durch Ailsbach, in Mailach betrug der Höchstwert mehr als 90 Stundenkilometer. Das sei brisant, weil durch den Ort konstant 30 Stundenkilometer Höchstgeschwindigkeit gelten, so Rost.
Darüber hinaus würden Beobachtungen zeigen, dass das klassische „Rechts vor Links“ die meisten Verkehrsteilnehmer wenig schere. Das hohe Tempo sei auch deswegen so problematisch, weil besonders am Ortseingang von Ailsbach wegen der gerade durchgeführten Bauarbeiten das Gefahrenpotenzial erhöht sei, was eine Drosselung des Tempos verlangen würde. Für die Mailacher ist dagegen besonders die Bundesstraße und deren gerader Verlauf das eklatante Problem. Denn die Raser würden kaum oder spät die Geschwindigkeit reduzieren.
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Außerdem hätten die Messungen, die an diversen Punkten durchgeführt würden, gezeigt, dass die Raser auch das dort für die B 470 festgesetzte Tempolimit nicht einhalten. 141 Stundenkilometer sei der Spitzenwert, der dort gemessen worden sei. Für die Gemeinderäte waren diese Messwerte ein triftiger Grund, um geeignete Maßnahmen gegen Temposünder zu schmieden. Gegen sie müssten Blitzer und Strafen eingesetzt werden.
Dabei würde es nicht darum gehen, „dass wir Geld machen“, stellte Rost klar. Es sei vielmehr entscheidend, dass den Betroffenen an den neuralgischen Punkten die Solidarität des Rathauses demonstriert werde und man Rasern vermittle, dass „wir das mit uns nicht machen lassen.“ Neben Blitzern hatten die Räte noch weitere Optionen gegen das hohe Tempo parat. Etwa die Erhöhung der Fahrbahn als klassische Hürde oder das Versetzen der Geräte für die jeweilige Messungen.
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Auch die Gehsteige als Parkflächen könnte Tempo drosseln. Entscheidend sei, dass für jeden Gemeindeteil die individuell geeignete Maßnahme erfolge. So würden etwa für Bundesstraßen wie die durch Mailach führende B 470 Poller und Hürden keine geeignete Maßnahmen gegen Raser darstellen. Außerdem müsse man beachten, dass dies Ideen seien, die Anwohner mit Geräuschen belasten würden – etwa wenn Anhänger sogar nachts über die Erhöhungen rattern würden.
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Rost kündigte an, dass schon der Termin mit der Polizei feststehe, der konkrete Informationen liefern solle. Dennoch müsse man jetzt ergänzend die Dienste des Zweckverbandes nutzen, wenn gegen die Raser „Flagge gezeigt“ werden solle. Die nötigen Informationen rund um den Zweckverband hatten dessen Vertreter der Gemeinde bereits vermittelt.