Endlich konnte die dritte IHK Ladies’ Night stattfinden. Organisatorin Jutta Rost konnte in der Fortuna Kulturfabrik in Höchstadt zahlreiche Besucherinnen begrüßen und führte auch durch das Programm.

„Obwohl wir die Ladies Night aufgrund von Corona mehrmals verschieben mussten, ließen wir uns nicht entmutigen“, erklärte Jutta Rost, die auch Vorstandsmitglied des IHK-Gremiums Herzogenaurach-Höchstadt ist. Freilich war Corona auch zentrales Thema in den Vorträgen und Diskussionen, da die Pandemie nicht nur am Arbeitsplatz, sondern auch im Familien- und Privatleben einiges auf dem Kopf stellte.

„Und wir Frauen sind, wie Corona zeigte, auch in Krisenzeiten innovativ und kreativ“, begrüßte Rost die Besucher, die ja oft Doppelrollen einnehmen. Über „Mutmachen“ und „Zuversicht“ ging es dann auch in den Kleingruppen und in der Aussprache auf dem Podium.

Als Gastrednerin kam Anett Utz, Geschäftsführerin von AnRa Mode aus Rothenburg o.d. Tauber angereist. AnRa steht für handgemachte Mode aus Naturstoffen. Anett Utz ist überzeugt, dass „ Frauen mehr können und mehr dürfen“. Sie hatte sich im Jahr 2011 um den Gründerpreis der IHK beworben und diesen auch gewonnen, neben der neunmaligen Nominierung des Oskars des Mittelstandes. Im März 2021 gewann sie den Innovationspreis des Landkreises Ansbach, weil sie die Krise während der Corona-Zeit im Einzelhandel innovativ und kreativ gemeistert hat.

Die Unternehmerin aus Leidenschaft ermutigte alle Frauen , an ihren Zielen festzuhalten, und gab den persönlichen Ratschlag, immer einen Plan B in der Schublade zu haben. Neben den vielen Einblicken in ihr persönliches und auch berufliches Leben hatte sie auch noch ihre Mode im Gepäck, die in einer kleinen Modeschau präsentiert wurden. Als Models hatten sich die Damen vom Podium und die Organisatorin zur Verfügung gestellt.

Vier Frauen stellten sich vor

Auf dem Podium saßen vier unterschiedliche Frauen . Franziska Fischer vom gleichnamigen Möbelhaus Fischer in Herzogenaurach ist dort Geschäftsführerin. Sie wurde in dieses Unternehmen hineingeboren und erläuterte den Besuchern, wie man trotzdem seinen eigenen Stil findet und wie sich ein Familienbetrieb in der nicht einfachen Möbelbranche gegen die mächtige Konkurrenz mit Dumpingpreisen durchsetzen kann.

Iris Lutkic, ebenfalls aus Herzogenaurach, gab den Besucherinnen mit auf dem Weg, dass man seinen Traum nie aus den Augen verlieren soll. Sie hatte mit 56 Jahren und nach 40 Jahren Berufserfahrung im kaufmännischen Bereich nochmals die Schulbank gedrückt und eine Ausbildung zur Heilerziehungspflegehelferin gemacht und ist in den sozialen Bereich gewechselt.

Ebenfalls mutig war Ulrike Opfermann-Schmidt, die nach ihrem Ausstieg aus dem staatlichen Schuldienst jetzt Rektorin an der Luise-Leikam-Schule in Fürth ist und dort den Grundsatz lebt: „Jedes Kind ist einzigartig und wertvoll.“ Als vierte Frau auf dem Podium stand Karola Schürrle, evangelische Pfarrerin in Herzogenaurach.

Im Anschluss an die Podiumsdiskussion gab es ein „Speeddating“. Hier stand das Vernetzen im Vordergrund. In fünfminütigen Runden sollten sich die Besucherinnen kennenlernen. Somit wollte man auch dem entgegenwirken, dass man sich immer mit den Personen unterhält, die man sowieso schon kennt, erläuterte Jutta Rost. red