Am vergangenen Sonntag waren alle Herzogenauracher Bürgerinnen und Bürger eingeladen, das schon gar nicht mehr so neue Jahr mit der SPD Herzogenaurach zu begehen, trotz Corona-Pandemie. Lange hoffte die Ortsvereinsvorsitzende Renate Schroff, dass trotz der aktuellen Lage der jährlich stattfindende Neujahrsempfang doch noch irgendwie als Präsenzveranstaltung abgehalten werden könnte. "Mir sind an solchen Veranstaltungen, neben den Vorträgen, vor allem der persönliche Kontakt und die informellen Gespräche ein großes Anliegen", sagte Schroff.

Deshalb wartete die SPD noch bis in den Februar hinein, um eine Entscheidung bezüglich dieser immer gut besuchten und geschätzten Veranstaltung zu fällen. Zum Bedauern von Renate Schroff und den anderen Vorstandsmitgliedern zeichnete sich aber aufgrund der anhaltend hohen Inzidenz-Werte kein Grund für Hoffnung ab, sodass sich der stellvertretende Ortsvereinsvorsitzende David Komann aufmachte, um eine Online-Variante der Veranstaltung ins Leben zu rufen, die er auch moderierte. "Das war eine hervorragende Idee", resümierte Claudia Belzer, SPD-Stadträtin, im Nachhinein.

Eine Einschätzung, der sich viele Teilnehmer anschlossen. Wie gewohnt, sprach Schroff als Ortsvereinsvorsitzende, German Hacker als Bürgermeister, sowie die Bundestagsabgeordnete Martina Stamm-Fibich. Letztere wird bei der anstehenden Bundestagswahl erneut kandidieren, weshalb auch dieses bevorstehende Ereignis Inhalt ihres Vortrages war. Als Mitglied des Gesundheitsausschusses im Bundestag hatte sie in Bezug auf die Corona-Krise auch allerhand Informationen aus erster Hand im Gepäck, was ihren Vortrag besonders interessant machte.

Zwischen und nach den Vorträgen konnten Fragen gestellt werden. Hier war vor allem das Thema Schulunterricht interessant, wobei die SPD-Landtagsabgeordnete Alexandra Hiersemann ausführlich über die politischen Sachverhalte auf bayerischer Ebene informierte. Hacker erweiterte die Ausführungen auf die Situation vor Ort in Herzogenaurach . Abgerundet wurde das Programm durch musikalische Beiträge. Diesmal vom stadtbekannten Smiley, der viele der Chatteilnehmer in den heimischen Wohnzimmern zum Schwelgen, Mitsingen und Mitschunkeln veranlasste, was dank häufig aktivierter Kamera mitzuverfolgen war.

Speisen und Getränke kamen zu kurz

Inhaltlich mussten die Teilnehmer also auf Nichts verzichten. Nur die Kulinarik kam diesmal zu kurz. Aber auch da gab es kreative Lösungsansätze. Zweiter stellvertretender Ortsvereinsvorsitzender Jochen Heinzel richtete spontan das bewährte Weißwurstfrühstück in seinem Garten aus und folgte parallel dazu der Veranstaltung. SPD-Stadtrat Wolfgang Mehler freute sich, neben der guten Veranstaltung so nun auch das hervorragende Wetter am Wiwa-Weiher genießen zu können. Renate Schroff merkte dennoch an, dass sie - trotz aller kreativer Ideen - ganz stark hofft, dass man sich bald wieder persönlich treffen könne, um ins Gespräch zu kommen. red