Am Samstag bekam ein 61-jähriger Mann einen Anruf von einem angeblichen Microsoft-Mitarbeiter. Ihm wurde vorgegaukelt, dass auf seinem PC Hackerangriffe festgestellt wurden.

Nachdem er einige Buchstaben und Zeichen eingab, hatten die angeblichen Mitarbeiter die Kontrolle über den PC des Mannes, heißt es im Polizeibericht. Für das Aufspielen einer „Schutz-Software“ sollte er 20 Euro überweisen. Die Überweisung per Online-Banking wurde in drei Teilen verrichtet, wobei der Geschädigte jeweils mehrere TANs eingeben musste. Die Täter gelangten weiterhin an die Daten der Kreditkarte des Geschädigten. Außerdem musste er seinen Ausweis für die Täter einscannen und ein Selfie machen, damit diese überprüfen konnten, dass sie es mit ihm und nicht mit einem Betrüger zu tun haben.

Schnell Abbuchung veranlasst

Bei der Sperrung der Kreditkarte wurde bekannt, dass die Täter bereits eine Abbuchung im mittleren dreistelligen Bereich versucht hatten, diese jedoch aus Sicherheitsgründen des Betreibers nicht ausgeführt wurde. Ob dem Geschädigten weitere finanzielle Schäden entstanden, ist bisher noch nicht bekannt.

Diesbezüglich warnt die Polizei : Microsoft führt unter keinen Umständen unaufgeforderte Telefonanrufe durch, in denen das Unternehmen anbietet, ein schadhaftes Gerät zu reparieren oder Fremdsoftware zur Schadensbehebung zu installieren.

Solche Gespräche sollten sofort beendet werden. Die Bevölkerung wird weiterhin gebeten, äußerste Vorsicht bei der Weitergabe von persönlichen Daten oder Bankdaten walten zu lassen. pol/rec