Die Ausschreibung für den Ausbau der Steinwegstraße kann jetzt raus. Der Höchstadter Stadtrat segnete in seiner jüngsten Sitzung die von Georg Schreiber vom Ingenieurbüro Valentin Maier vorgestellte Planung endgültig ab. Nachdem schon der Bauausschuss zugestimmt hatte, war das Vorhaben auch noch einmal mit den Anwohnern abgesprochen worden.

Im Stadtrat gab es dann mit 21:3 Stimmen eine eindeutige Mehrheit. Die Steinwegstraße soll so ausgebaut werden wie die Hauptstraße. Fußgänger und Autofahrer werden sich auf einer Ebene in der verkehrsberuhigten Zone begegnen. Der erste von zwei Bauabschnitten erstreckt sich vom Vogelseck-Parkplatz bis zum Gebäude der VR-Bank an der Einmündung zum Parkplatz Am Graben.

Wie Schreiber erläuterte, sind auf diesem Abschnitt auch vier Stellplätze vorgesehen, die durch insgesamt fünf Bäume begrenzt werden. Die gesamte Fläche wird mit großformatigem Betonpflaster belegt, auch die Stichstraße zum Nikolaus-Kindergarten. Die zweite Sackgasse zum Hintereingang der Stadtkonditorei Baier bekommt auf Wunsch der Anlieger und auch aus Kostengründen eine Asphaltdecke.

Hänjes gegen Herberger

Strittig war nur die vom Planer vorgesehene optische Abtrennung eines Fußgängerbereichs am Fahrbahnrand. Andreas Hänjes ( SPD ) sprach sich vehement dagegen aus, durch andersfarbiges Pflaster einen Gehweg anzudeuten. Gerade das sollte es in einem verkehrsberuhigten Bereich nicht geben, forderte Hänjes. Genau für eine solche Abtrennung kämpfte aber Bernd Herberger ( CSU ). Die Fußgänger würden ohnehin dort laufen, so Herberger, und sich durch eine solche Linie sicherer fühlen.

Auf eine Million Euro ist der Ausbau dieses Abschnitts veranschlagt. Im Juni soll er beginnen und noch vor Weihnachten abgeschlossen sein.

Auf dem restlichen Steinwegstraßen-Teilstück bis zum Stadtturm muss zunächst der unter der inzwischen gefällten Hecke liegende Kanal ausgewechselt werden. Um die Hausanschlüsse nicht neu verlegen zu müssen, ist der Kanal in fünf Metern Tiefe auf der gleichen Trasse geplant.

Wie im Bauausschuss bereits besprochen, soll die Erneuerung des Kanals noch in diesem Jahr erfolgen, damit der Ausbau der Steinwegstraße dann 2022 abgeschlossen werden kann. Komplett neu gestaltet wird der Grünstreifen an der Straße. Dabei will die Verwaltung auch Stadtplaner von außerhalb ihre Ideen einbringen lassen.

An den Kosten für die Erneuerung der Steinwegstraße müssen sich die Anlieger nach dem Wegfall der Ausbaubeitragssatzung nicht mehr beteiligen. Für die Sanierung der Kanalisation werden Anlieger generell nicht zur Kasse gebeten.