Gerade in Corona-Zeiten war es den Gläubigen im Seebachgrund ein Anliegen, nach Obermembach zu kommen. Denn am Montag in der Bittwoche machten sich auch in den Jahren ohne Corona-Einschränkungen die Bewohner von Weisendorf, Großenseebach und Hannberg auf den Weg dorthin, um gemeinsam einen Gottesdienst zu feiern.

Pfarrer Johannes Saffer zeigte sich erfreut über den Besuch der Gläubigen in Obermembach , einige hatten sich sogar nach altem Brauch einzeln zu Fuß auf den Weg dorthin gemacht.

In seiner Begrüßung erinnerte er daran, dass bei den Bitttagen das Gedeihen der Feldfrüchte ein besonderes Anliegen sei. In diesem Jahr sei damit aber auch die Bitte an Gott verbunden, die Corona-Pandemie zu einem guten Ende kommen zu lassen, damit wieder Normalität einkehren kann.

In seiner Predigt nahm Saffer darauf Bezug, dass Corona seit etwas mehr als einem Jahr die Menschen mit seinen Beschränkungen in seinen Bann schlage. Die Menschen würden sich nach Normalität sehnen und sich wünschen, nicht mehr in systemrelevant und nicht systemrelevant eingeteilt zu werden.

Daher gelte es, sowohl für die Menschen zu beten, die an den Einschränkungen leiden, als auch für die Menschen, die durch ihre Tätigkeit, etwa im Gesundheitssystem, für uns alle sorgen würden. Dabei dürften die Gläubigen sich vertrauensvoll an Gott wenden, der an ihrer Seite ist. Mit den Worten „Wir können uns sicher sein, dass wir in dieser Pandemie-Zeit nicht alleine sind!“ beendete Pfarrer Saffer seine Predigt .

Nach dem Gottesdienst machten sich die Gläubigen wieder auf den Weg nach Hause, das Einkehren im „Waldkrankenhaus“ genannten Obermembacher Biergarten musste in diesem Jahr aus bekannten Gründen unterbleiben. maw