In Corona-Zeiten ist alles anders, auch für die Herzogenauracher Krippenfreunde. Bisher war es lange Jahre üblich, am Samstag vor dem ersten Adventssonntag die Krippensaison in der Stadtpfarrkirche zu eröffnen.

Allerdings gibt es auch in diesem Jahr keine Krippenausstellung in der Krypta der Marienkapelle, ebenso muss die offizielle Eröffnung der Krippensaison beding durch die derzeitigen Umstände ausfallen. Die bisher mit diesem Termin verbundene Segnung der Adventskränze findet am Samstag statt.

In den Schaufenstern

In den Vorjahren konnten sich die Besucher an fränkischen, alpenländischen, afrikanischen oder orientalischen Krippen in der Ausstellung erfreuen. Ein kleiner Ersatz ist in Schaufenstern von Geschäftsleuten in der Innenstadt zu sehen.

Was sich die Krippenfreunde aber auf keinen Fall nehmen lassen, ist es, die große Kirchenkrippe in der Stadtpfarrkirche aufzubauen, die alljährlich zahlreiche Besucher anzieht.

Aufgrund der geltenden Abstandsregeln musste der Aufbau, für den zahlreiche Mitglieder des Vereins verantwortlich zeichnen, auf mehrere zeitliche Abschnitte verteilt werden. Es galt zunächst das Grundgerüst aus dem Depot zur Kirche zu bringen und an Ort und Stelle aufzubauen. Danach mussten die Gebäude auf der Grundplatte an ihre vorgesehene Position gebracht, die Beleuchtung installiert und die Kunststoffscheiben an die Ständer montiert werden. Dafür waren hauptsächlich die Männer im Verein zuständig. Danach galt es für die Frauen , diese Kulisse mit Leben zu erfüllen.

In der ersten Szene ist die Verkündigung des Herrn dargestellt. Der Erzengel Gabriel tritt bei der jungen Maria aus Narzareth ein, zu sehen ist auch ihr Verlobter, der Zimmermann Josef. Flankiert wird die Szene vom Dorfleben in Nazareth, hier sind Blindekuh spielende Kinder zu finden, kleine Spielpferde und Reifen. Aber auch einen Dorfladen, in dem Tongefäße sowie Gewürze in offenen Säckchen offeriert werden.

Alles lebensecht und im richtigen Maßstab – darauf legen Karin Andree und die Frauen im Verein großen Wert. Die Figuren sind ansprechend gekleidet und die Kinder in Bewegung.