SPD-Kreisrat Konrad Eitel, ein Urgestein seiner Partei im Kreistag und Kreisrat der SPD sowie langjähriges Mitglied im Umweltausschuss , reagiert verwundert. Bei der Lektüre der Tageszeitung habe er sich gefragt, ob die Verwaltung der Abfallwirtschaft nicht ausgelastet ist. In dem Bericht "Wer anliefert, muss mit zahlen" im FT vom Dienstag geht es darum, dass Grüngut nur noch von Besitzern von Biotonnen kostenlos abgegeben werden kann. Eitel hat deshalb an Landrat Alexander Tritthart geschrieben.

Selbst ihm als langjährigem Mitglied im Umweltausschuss sei nicht bewusst gewesen, schreibt der Herzogenauracher, dass die Abgabe von Grüngut für die Bürger ohne Biotonne kostenpflichtig sein soll. Es sei auch nie die Rede davon gewesen, die bewährte Praxis zu ändern. Eitel: "Im Kompost kann ich das entsorgen, was auch in der Biotonne gesammelt wird. Der Baumschnitt, der jetzt angefallen ist und nicht selbst gehäckselt werden kann, muss jedoch bei den Sammelstellen abgegeben werden".

Im Zuge der Erhaltung einer bewährten Praxis und der Verwaltungsvereinfachung bitte der Kreisrat dringend darum, die kostenlose Entsorgung weiterhin zu belassen. "Es ist mir nicht einsichtig dass ich zwar - auch mehrfach im Jahr - meine Gartenmöbel kostenlos entsorgen kann, aber für ein paar Äste entweder zahlen oder einen befreienden Vordruck beibringen soll".

Konrad Eitel verweist in seinem Scheiben an den Landrat durchaus auch darauf, dass die vorbildliche Entsorgung aller Abfälle im Landkreis seit Jahren im Konsens aller Fraktionen stehe, ebenso die Stabilität der Gebühren. Zu den Angeboten für die Bürger zählen laut Eitel die kostenlose Abgabe von Wertstoffen auf den Mülldeponien , die Abgabe von Problemabfällen und die Abgabe von Grüngut (und bei extra Sammlungsaktionen).

Seit einigen Jahren habe man den Service noch so weit verbessert, dass nunmehr "Sperrmüll vom Bett bis zum Fahrrad und Fernseher" ohne Sperrmüllkarte auf den Deponien abgegeben werden können, berichtet der Sozialdemokrat . bp