Mit 30 Bauanträgen , unter anderem für eine Eigentumswohnanlage und ein Büro- und Wohnhaus, musste sich der Herzogenauracher Bauausschuss am Mittwochabend beschäftigen.

Eine größere Diskussion gab es lediglich zur Errichtung einer Eigentumswohnanlage mit zehn Wohnungen und 15 Tiefgaragenstellplätzen an der Gartenstraße. Fünf Tagesordnungspunkte vorher hatte der Bauausschuss den Abriss des Einfamilienwohnhauses zur Kenntnis genommen, an dessen Stelle die Eigentumswohnanlage errichtet wird.

Nach Auffassung des Planungsamtes und von Bürgermeister German Hacker ( SPD ) ist die geplante bauliche Anlage nach der vorhandenen Bebauung unbedenklich. Im Beschlussvorschlag wurde eine Abweichung von der städtischen Stellplatzsatzung befürwortet für eine Zufahrtsbreite von über zehn anstatt sechs Metern, zudem sind noch die Entwässerungspläne vorzulegen.

Flachdach gefällt nicht allen

Thomas Kotzer und Christian Polster (beide CSU ) verweigerten ihre Zustimmung. "Doppelhäuser hätten sich besser gemacht, der große Bau erschlägt die gesamte Gegend", kritisierte Kotzer. Nach seiner Auffassung habe sich der Architekt keine große Mühe gemacht und das Gebäude passe besser auf die Herzo Base, aber nicht in die Stadt. Das Flachdach sei schon "granatenmäßig", und der wuchtige Bau sorge für eine Verschattung der Nachbargebäude. Unterstützung bekam er von seinen Fraktionskollegen Christian Polster, der die Frage stellte, wie die Stadt künftig mit großen Grundstücken ohne Bebauungsplan im Stadtbereich umgehen wolle. "Die offene Bauweise wird bleiben, und da das Stadtgebiet sicherlich nicht überplant wird, sind jeweils Einzelfallentscheidungen zu treffen", erklärte dazu Corinna Gergen vom Planungsamt.

Hacker verteidigt die Planung

Der Bürgermeister konnte die Kritik nicht nachvollziehen, denn das von der CSU gewünschte Satteldach wäre seiner Meinung nach das Schlimmste, was den Nachbarn passieren kann, denn gerade das führe zur Verschattung, aber nicht zwei Vollgeschosse und einem eingerückten Staffeldach. "Eine Geschmacksdiskussion brauchen wie dazu nicht führen", konterte der Bürgermeister die Kritik am Baustil.