Die Corona-Pandemie hat die Arbeitswelt für viele Menschen negativ verändert, besonders den Arbeitsalltag von Frauen. Die Kampagne #rollevorwärts will dem entgegenwirken. Sie startet am Dienstag, 8. Februar, mit einer abendlichen Online-Veranstaltung, zu der sich alle Interessierten aufschalten können.

Die Corona-Pandemie belastet etliche Strukturen der Gesellschaft, nicht zuletzt die Familien. Fachleute beobachten, dass hier vor allem Frauen die Aufgaben schultern, die zusätzlich zum normalen Alltag anfallen, und dafür beruflich kürzertreten. Sie reduzieren häufiger ihre Arbeitszeit oder schieben den Wiedereinstieg in den Beruf hinaus. Das kann langfristige Folgen für die Erwerbsverläufe der Frauen haben und erhöht das Risiko für Altersarmut.

Diesem Rückfall in alte Rollenmuster und den daraus erwachsenden Ungleichheiten wollen die Gleichstellungsbeauftragten der Kommunen und die Beauftragten für Chancengleichheit der Agenturen für Arbeit und der Jobcenter in ganz Mittelfranken entgegenwirken. „Mit der Kampagne #rollevorwärts wollen wir verändern, gestalten und Chancen ergreifen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Vereinbarkeit von Familie und Beruf , die Care-Arbeit und das Thema Arbeitsmarkt für Frauen“, sagt Claudia Wolter, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Erlangen-Höchstadt.

Auch in den Kommunen

Neben der Auftaktveranstaltung organisieren die Beauftragten für Chancengleichheit (BCAs) und Gleichstellungsbeauftragten auch Events in ihren Kommunen vor Ort. Die Projekte des Landkreises Erlangen-Höchstadt werden rechtzeitig auf der Homepage des Landratsamtes veröffentlicht: www.erlangen-hoechstadt.de/.

Die Auftaktveranstaltung bietet ein abwechslungsreiches Programm mit Poetry Slam von Barbara Gerlach, fachlichen Informationen der Referentinnen Luisa Hanke vom Vereinbarkeits-Lab Berlin und Heike Dietzsch, Geschäftsführerin der Personalberatung Odis Consultants, und anschließendem Austausch. Moderiert wird die Veranstaltung von Anja Wirkner, der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises Nürnberger Land.

Alle Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, sich am Dienstag, 8. Februar, um 19.30 Uhr über Zoom zuzuschalten. Eine vorherige Anmeldung unter https://t1p.de/ift0 ist notwendig; im Anschluss erhält man den Link zum Zoom-Meeting automatisch. Die Teilnahme ist kostenfrei. red