Eine prägende Figur des Pietismus

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Professor Andreas Flurschütz da Cruz hält am Dienstag, 24. März, einen Vortrag im Gewölbe des Alten Schlosses. Im Mittelpunkt steht das Leben und Wirken von Johann Christian Lerche, einer prägenden Figur des Pietismus im 18. Jahrhundert.

Lerche gehörte zum engen Vertrautenkreis von August Hermann Francke , dem Begründer des Halleschen Pietismus , einer religiösen Bewegung, die auch in Franken zahlreiche Anhänger fand, insbesondere im Raum Neustadt.

Johann Christian Lerche wirkte dort viele Jahre als Superintendent und Schulinspektor. Zuvor machte er Karriere in Wien und im Reich, unter anderem als schwedischer Gesandtschaftsprediger in der kaiserlichen Residenzstadt.

Dort versorgte er auch andere Protestanten mit seelsorgerischer Betreuung. In Neustadt engagierte sich Lerchef ür die Modernisierung des Schulwesens; die sogenannte Fürstenschule geht auf sein Wirken zurück. Darüber hinaus pflegte er Kontakte zu Muslimen und Juden und führte den theologischen Diskurs mit ihnen.

Der Vortrag thematisiert auch das Pietistenverbot von 1743, das die Tätigkeit Lerches in Neustadt abrupt beendete oder stark einschränkte. Das Verbot des markgräflichen Landesherrn stellte den Pietismus im Markgrafentum Bayreuth unter Generalverdacht und strebte eine Vereinheitlichung des religiösen Lebens an.

Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr. Nach dem Vortrag gibt es einen Umtrunk, bei dem Interessierte mit dem Referenten ins Gespräch kommen können. Der Eintritt ist frei, Anmeldung nicht erforderlich. red