„Ein Ort für Körper und Geist“ war das Ziel: Die Lutherhöhe im Scheidingshain ist nicht nur ein geschichtsträchtiger Platz, sondern seit jeher auch ein Ort der Naherholung. Er liegt ideal am Knotenpunkt zwischen dem Altort und den neuen Baugebieten im Norden von Mühlhausen .

Der 1817 zum 300. Jubiläum der Reformation angelegte Hain wurde mit Mitteln der Lokalen Arbeitgemeinschaft (LAG) umgestaltet. Am Sonntag fand ein Einweihungsgottesdienst statt.

Seilbahn für den Nachwuchs

Noch fehlen jedoch die Sinnsprüche auf den Stelen, die die Besucher erbauen sollen. Bereits fertig ist der „Philosophenweg“. Er schlängelt sich durch die parkähnliche Anlage, die im Zuge der Umgestaltung wesentlich aufgewertet wurde.

Auf dem Plateau lädt eine „Niedrigseilanlage“ den Nachwuchs zu sportlicher Betätigung ein. Fest verankerte Tische und Bänke gibt es ebenso wie Bewegungsgeräte für Jung und Alt.

Mit der Eröffnung zu warten, bis die Landesregierung endlich grünes Licht für ein größeres Fest gibt, dauerte Bürgermeister Klaus Faatz ( CSU ) zu lange. Da bot sich der „ Gottesdienst im Grünen“ an, den die Kirchengemeinden Mühlhausen und Weingartsgreuth jeweils im Wechsel feiern. Obwohl die Sonne während des Gottesdienstes schien, stand er ganz unter dem Eindruck der Bilder der schrecklichen Überschwemmungen im Westen Deutschlands. Pfarrerin Kathrin Seeliger erinnerte in Gebeten und Predigt an das Ausmaß der Katastrophe und die Not der betroffenen Menschen. Aufbauend auf die Botschaft der Bibel vermittelte sie jedoch Zuversicht: Selbst in bitterster Zeit zeige Gott Wege auf. Und er könne Engel schicken. In der Flutkatastrophe sei dies vielleicht „ein Engel im Neoprenanzug“, der mit dem Helikopter unterwegs sei, um Menschenleben zu retten.

Die kleine „Goodi-Band“ unter Leitung von Ingrid Geyer umrahmte die Messe mit geistlichen Liedern.

Plateau erstrahl in anderem Licht

Wie Bürgermeister Faatz erläuterte, wurden auf der Lutherhöhe ausschließlich dürre Bäume entfernt. Dennoch erstrahlt das Plateau in einem ganz anderen Licht als früher. „Das Totholz müssen wir auch weiter überwachen“, sagte Faatz.

Die von Katrin Nißlein aus Höchstadt geplante Umgestaltung wurde auf rund 60 000 Euro veranschlagt. Aus LAG-Mitteln erwartet die Gemeinde eine Förderung von sechzig Prozent. See